Wirtschaftswachstum und viele offene Stellen

Während die Unternehmer in unserem Land sagen, dass sie trotz eines leichten Wirtschaftswachstums noch vorsichtig bei Neueinstellungen sind, melden die Arbeitsämter auffallend viele Stellenangebote. Im Mai registrierte das flämische Landesarbeitsamt über 19.000 offene Stellen (ohne den Zeitarbeitsmarkt).

Aus einer Umfrage des Zeitarbeits-Anbieters Manpower wollen die belgischen Unternehmer noch bis mindestens September zurückhaltend bei der Anwerbung von neuen Mitarbeitern bleiben.

Die befragten Unternehmer gaben zwar an, ein leichtes Wirtschaftswachstum zu spüren, doch dieses sei noch nicht stark genug, um zum jetzigen Zeitpunkt am Arbeitsmarkt aktiv zu werden. Sébastien Delfosse von Manpower gab gegenüber der VER-Nachrichtenredaktion zu verstehen, dass nur in rund der Hälfte aller Sektoren mit Neueinstellungen zu rechnen sei:

„Der Bereich, in dem die Arbeitgeber positiv sind, ist die Gastronomie. Das ist nach dem, was im März in Brüssel passiert ist (die Anschläge vom 22. März (A.d.R.)), sehr überraschend. Wir sehen aber auch am Bau vor dem dritten Quartal einen positiven Trend. Weniger gut ist es bei der Produktions-Industrie, der traditionellen Industrie und bei der Versorgungsindustrie, z.B. bei Gas und Elektrizität.“

Mehr offene Stellen in Flandern

Bei den Unternehmern in Flandern herrscht in dieser Sache eine positivere Stimmung, als in Wallonien oder in Brüssel. Die flämischen Arbeitsämter registrierten im Mai über 19.000 Stellenangebote. Das sind 49 % mehr offene Stellen, als im Mai 2015. Hierbei handelt es sich um „klassische Arbeitsplätze“ und nicht um Jobs am Zeitarbeitsmarkt, wie das Landesarbeitsamt VDAB verdeutlicht. Die meisten Angebotene richten sich an Kandidaten mit hoher Ausbildung und an Facharbeiter. Die stärksten Anstiege melden die Bereiche Informatik, Medien und Telekom sowie die Bauwirtschaft und der Pflege- und Gesundheitssektor.