Terrorwarnung: Belgien erhöht die Wachsamkeit

Mehrere Tageszeitungen in Belgien meldeten in ihren Mittwochsausgaben, dass vor allem für die Region Brüssel derzeit eine erhöhte Anschlagsgefahr gelte. Behörden und Polizei haben offenbar bereits ihre Wachsamkeit erhöht. Inzwischen ist auch die Rede von zwei bis drei möglichen Anschlagszielen.

Offenbar sind einige Syrienkämpfer über die bekannten Flüchtlingsrouten unterwegs in Richtung Frankreich oder/und Belgien. Sie wollen angeblich noch während des moslemischen Fastenmonats Ramadan zuschlagen. Besonders gefährdet seien potentiell in Brüssel Filialen einer US-Fastfood-Kette und ein Einkaufszentrum. Doch es ist auch die Rede von Polizeiwachen, was gerade nach dem Polizistenmord in Frankreich große Sorgen bereitet.

Terrorwarnstufe wird nicht erhöht

Den Polizeibeamten wird derzeit sogar empfohlen, ihre Dienstwaffe mit nach Hause zu nehmen und auf ihrem Weg zur Arbeit oder heimwärts nicht mehr ihre Uniform zu tragen. Das staatliche belgische Zentrum für Bedrohungsanalyse OCAD sieht derzeit zwar keine Erkenntnisse, die dazu führen müssten, die geltende Terrorwarnstufe zu erhöhen, doch es empfiehlt den Sicherheitsdiensten im Land ihre Wachsamkeit zu erhöhen.

Terroristen kommunizieren

Grund zur Sorge in Belgien und Frankreich macht auch die Tatsache, dass es dem in Belgien inhaftierten Attentäter von Paris und Brüssel, Mohammed Abrini, in der Haftanstalt von Beveren (Antwerpen) gelungen ist, über Mithäftlinge oder Gefängniswärter mit dem ebenfalls dort einsitzenden einzigen Überlebenden der ausgehobenen Terrorzelle von Verviers, Marouan El Bali, kommunizieren konnte. In einer abgefangenen und handschriftlich in Arabisch verfassten Botschaft heißt es offenbar in etwa: „In Frankreich ist derzeit etwas im Gange.“ Die Polizei ermittelt.