Brüssel fährt die Fußgängerzone zurück

Die Stadt Brüssel hat beschlossen, die umstrittene Fußgängerzone im Zentrum wieder etwas einzuschränken. Demnach werden der De Brouckère-Platz und die Zuidstraat nicht länger autofrei bleiben. Im Gegensatz dazu bleibt aber der Kernbereich um den Börsenplatz Fußgängerzone - zumindest vorläufig.

Nach einer Meldung des Brüsseler Stadtmagazins BRUZZ hat sich der Stadtrat der belgischen Hauptstadt auf ein prinzipielles Abkommen zur Anpassung, bzw. zur Verkleinerung der Fußgängerzone im Zentrum einigen können.

Dort, wo die Fußgängerzone wieder aufgegeben wird, soll aber eine Tempo 30-Zone eingerichtet werden. Die Fahrbahn am De Brouckère-Platz wird dann aber auf zwei Fahrstreifen beschränkt und Parkplätze werden dort nicht eingerichtet. Die Zuidstraat hatte die Stadt Brüssel bereits wieder für den Autoverkehr freigegeben. Hier wird ebenfalls eine definitive Tempo 30-Zone entstehen. Damit wollen Stadtrat und Stadtverwaltung den unzufriedenen Geschäftsleuten und Bewohnern des betroffenen Gebietes entgegenkommen.

Ob dies etwas nützt sei dahingestellt, denn noch im Juni wird sich der belgische Staatsrat über den Vorgang beugen, denn unzufriedene Brüsseler haben hier ein Verfahren angestrengt. Der Auditor des Staatsrates urteilte bereits negativ über die Fußgängerzone. Und generell berücksichtigt dieser Rat die Urteile seiner Auditoren…

Nicolas Maeterlinck