Flandernrundfahrt 2017: Start in Antwerpen

Die Veranstalter der Flandernrundfahrt haben den Verlauf des Parcours der Ausgabe im kommenden Jahr bekanntgegeben. Brügge verliert nach 19 Jahren den Start dieser Prestigeveranstaltung an Antwerpen, wo das Starrzeichen in den kommenden fünf Jahren gegeben wird. Zurück im Rennen ist aber wieder die berühmt-berüchtigte „Mauer von Geraardsbergen“.

Natürlich zeigte sich Brügge enttäuscht darüber, nach 19 Jahren von heute auf morgen den Start der Flandernrundfahrt zu verlieren. Antwerpen wurde das Startrecht für „Flanderns Schönste“ bis 2021 zuerkannt. Dafür zahlt die Scheldemetropole 400.000 € jährlich. Man habe sich nicht gegen Brügge entschieden, hieß es dazu vonseiten der Veranstalter, denn die Organisation sei dort stets perfekt verlaufen.

Doch nach dem Auslaufen der Verträge mit Brügge habe man auch andere Optionen ins Spiel gebracht. Offenbar haben sich mehrere Städte im Laufe der Jahre für die Übernahme des Starts der Flandernrundfahrt interessiert. Antwerpen meldete schon seit Jahren ein entsprechendes Interesse an.

Flanders Classic hat die Ausrichtung der „Ronde van Vlaanderen“ 2009 übernommen und einiges geändert. Zum Beispiel wurde 2011 die oft entscheidende „Mauer von Geraardsbergen“ aus dem Routenplan genommen. Doch die „Muur“ kehrt wieder zurück, was in der Stadt bejubelt wird. Zudem wird dieser wichtige Anstieg tiefer ins Finale integriert. Dieses Jahr liegt die „Mauer“ nur 95 km von der Ziellinie.

Im Finale wird die Runde ein zweites Mal den Oude Kwaremont erklimmen, um dann Paterberg, Koppenberg, Steenbeekdries, Taaienberg und Kruisberg anzugehen. Dann gibt’s das harte Doppel Oude Kwaremont und Paterberg, bevor es flach in Richtung Ziellinie in der Minderbroederstraat in Oudenaarde rollen wird.

Flandern reagiert nicht unbedingt positiv

Die Reaktionen auf die Verlegung des Starts vom Großen Markt in Brügge nach Antwerpen an der Kathedrale kommt nicht überall an. Radprofis, Radsportfans und Sportjournalisten aus dem ganzen Bundesland lehnen diesen Schritt ab.

Viele berufen sich dabei auf die Treue Brügges und die Traditionen der „Ronde“, die seit Flanders Classics schon mehrmals „geschunden“ wurde. Begrüßt wird allerdings die Rückkehr der „Mauer von Geraardbergen“ in den Parcours. Doch auch hier wird die Frage gestellt, warum man sie 2011 herausgenommen hat, um sie 2017 in die entscheidende Phase zu integrieren…