Lagerkapazität für Atommüll wird knapp

Infolge der Laufzeit-Verlängerung von eigentlich zur Abschaltung vorgesehenen Atommeilern in den belgischen Kernkraftwerken Doel bei Antwerpen und Tihange bei Lüttich wird die Lager-Kapazität für strahlenden Abfall in Belgien knapp.

Bundesenergieministerin Marie-Christine Marghem (MR) bestätigte Meldungen verschiedener Medien, nach denen derzeit in Belgien kein Plan zur endgültigen Endlagerung von hochradioaktivem Strahlenabfall vorliege.

Innerhalb der kommenden vier Jahre müsse zusätzlicher Lagerraum für Atomabfall geschaffen werden, um dieses Material bis zur endgültigen Lösung dieses Problems unterbringen zu können, so Marghem.

In Doel und Tihange werden derzeit insgesamt 3.200 Tonnen hochradioaktiver Strahlenabfall zwischengelagert. Auch hierfür ist noch keine definitive Lösung vorgesehen.