Eingliederungseinkommen: 13 % mehr Empfänger

Ende 2015 mussten rund 116.000 in Belgien lebende Personen mit der kleinsten Form der Sozialhilfe, mit dem so genannten „Eingliederungseinkommen“ auskommen. Das entspricht einem Anstieg um 13 % im Vergleich zum Jahr davor. Gleichzeitig ist dies der höchste Anstieg seit Einführung dieser Leistung in Belgien.

Die Öffentlichen Sozialhilfezentren (ÖSHZ) der belgischen Städte und Gemeinden registrierten Ende 2016 rund 116.000 in Belgien lebende Bürger, die mit einem Mindesteinkommen leben müssen. Das waren 13 % mehr als 2015. Diese Zahl der Empfänger stellt den höchsten Anstieg seit Einführung des so genannten „Eingliederungseinkommens“ im Jahr 2002 dar.

Das Bundesamt für gesellschaftliche Integration führt diesen Anstieg in erster Linie auf die seit einiger Zeit geltenden strengeren Regelungen rund um das Arbeitslosengeldes zurück und auf die Einführung von Übergangsleistungen für Schul-, Studien- oder Ausbildungsabgängern.

In Sachen Arbeitslosengeld verlieren einige Betroffene ihre Bezüge nach drei Jahren Arbeitslosigkeit ohne neue Anstellung und müssen so auf das Eingliederungseinkommen der Sozialämter zurückgreifen. Dieses Einkommen ist allerdings deutlich niedriger als das „Stempelgeld“.

Nach Angaben der Sozialbehörden in Belgien spielt die Flüchtlingskrise keine oder nur eine sehr geringe Rolle in dieser Entwicklung.