Erhöhte Sicherheit am Nationalfeiertag

Die Polizei wird ihre Sicherheitsvorkehrungen während der Feierlichkeiten zum belgischen Nationalfeiertag in Brüssel deutlich erhöhen. Das Programm bleibt so, wie in den Jahren zuvor auch, doch alle Zuschauer, die z.B. zur Parade vor dem Palast gehen wollen, werden durchsucht. Das, so die Polizei am Montag, betrifft auch viele der geladenen Ehrengäste.
© BEW Authors - www.belgaimage.be

Angesichts der erhöhten Terrorwarnstufe in unserem Land sind strengere Sicherheitsvorkehrungen am Rande der Feierlichkeiten zum belgischen Nationalfeiertag nicht verwunderlich.

„Wir begreifen, dass dies eine außergewöhnliche Zeit ist. Natürlich ist ein jeder willkommen und wir hoffen auch, dass viele Menschen feiern kommen. Doch wenn sie ihre Taschen und Rucksäcke zuhause lassen könnten, würde uns das alles viel einfacher machen.“, appellierte Brüssels Polizeichef Giudo Van Wymeersch im Rahmen einer Pressekonferenz zu diesem Thema am Montag an die belgische Bevölkerung.

Die Feierlichkeiten an sich werden allerdings so organisiert, wie in den Jahren zuvor auch. Das „Warande-Fest“ finden traditionell zwischen dem Justizpalast und dem Warandepark statt, in der Regentschapstraat stehen wieder viele kleine und große Stände und sowohl die Zavel, als auch der Poelaertplein bleiben Standorte von Innenministerium, Lokal- und Bundespolizei (die dort für sich uns ihre Dienste werben). Ganz nebenbei bemerkt: Alle Museen werden an diesem Tag geöffnet sein.

Feuerwerk und "Ball des Volkes"

Nach alter Gewohnheit findet ab 16 Uhr die große Parade der zivilen und militärischen Einheiten statt. Dieses Jahr wird die Parade die Hilfsdienste ehren, die nach den Anschlägen auf Brüssel am 22. März im Einsatz waren. Um 23 Uhr finden die Feierlichkeiten mit einem Feuerwerk am Platz der Paläste ihren Abschluss. Im Vorfeld des Nationalfeiertags finden übrigens auch wieder am Abend des 20. Juli der traditionelle „Ball des Volkes“ auf dem Vossenplein im Marollen-Viertel und ein Konzert im Bozar statt.