Hacker sollen IT-Systeme der Banken sichern

Großbanken in Belgien beauftragen Hacker, Schwachstellen in ihren IT-Systemen aufzuspüren. Einem Bericht der Wirtschaftszeitung De Tijd zufolge erfolge dies auf Andringen der belgischen Nationalbank.

So genannte ethische Hacker, sollen die Computersysteme belgischer Banken auf ihre Sicherheit prüfen.

So suchten derzeit Großbanken wie PNB Paribas Fortis und KBC unabhängige Computerspezialisten im Bereich Cybersicherheit. Die unabhängigen Experten, heißt es in einem Rundschreiben der Nationalbank, sollen bei Großbanken und anderen Finanzinstituten in umfangreichen Sicherheitstests, "die Effizienz und Qualität der Absicherung anhand realistischer Angriffsszenarien, die auf ethische Weise ausgeführt werden, kontrollieren."

Allerdings stellen sich die Banken die Frage, ob solche Cyberangriffe legal seien. Ein juristisches Problem stellt sich, denn das Eindringen in fremde Computersysteme ist auch in Auftragsfällen strafbar. Es handelt sich bei diesem "freundlichen Hacking" entweder um einen widerrechtlichen Zugang zu einem Informatiksystem oder um eine Informatiksabotage.

Die Banken begeben sich demnach in eine rechtliche Grauzone. Und die ethischen Hacker können jursitisch belangt werden, sagt die Belfius-Bank.

Der belgische Verband für den Finanzsektor, Febelfin, wollte sich hierzu noch nicht äußern.