NATO-Gipfel: Belgier bis 2017 in Afghanistan

Belgien sei bereit, gemeinsam mit seinen Alliierten, eine Aufrechterhaltung seines militärischen Kontingents in Afghanistan - rund 60 Personen - nach Ende dieses Jahres ins Auge zu fassen, gab der belgische Premier Charles Michel (Archivfoto) an diesem Dienstag im Vorfeld des Warschauer Nato-Gipfels bekannt.

Falls erforderlich, sei Belgien bereit, die militärische Präsenz in Afghanistan auch nach 2016 auf heutigem Niveau  - rund 12.000 Personen, davon etwa 60 Belgier - und in Zusammenarbeit mit Deutschland als Rahmennation für den Norden des Landes innerhalb der Nato-geführten Mission "Resolute Support" aufrecht zu erhalten, bestätigte der belgische Premier vor den Parlamentsausschüssen für Außenbeziehungen und nationaler Verteidigung.

Außerdem setze Belgien die Finanzierung der afghanischen Sicherheitskräfte fort. Der Premier versicherte, dass Belgien 2016 die vor zwei Jahren versprochene jährliche Summe von 15 Millionen Dollar als Beitrag zu den finanziellen Leistungen der afghanischen Sicherheitskräfte zahle. "Wir sind bereit, diese finanziellen Leistungen auch in den nächsten Jahren auf einem niedrigeren Niveau fortzusetzen"s, so der belgische Premier noch.

Die Nato und seine Partner in Afghanistan haben bereits im Mai beschlossen, im nächsten Jahr und voraussichtlich auch noch danach die Mission "Resolute Support" fortzusetzen. 

Resolute Support (RS) ist eine im Januar 2015 begonnene NATO-Mission zur Ausbildung und Beratung sowie Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte als Folgemission des Ende Dezember 2014 beendeten Einsatzes der International Security Assistance Force (ISAF).