Autoimporteure müssen Softwareinfo liefern

Die Wirtschaftsinspektion der belgischen Bundesregierung wird alle Importeure von Autos in unserem Land einen Fragenkatalog zukommen lassen, im dem sie Informationen zu Software-Anpassungen vor allem an Fahrzeugen mit Dieselmotor eingeben müssen. Damit will Bundeswirtschaftsminister Kris Peeters (CD&C) für Transparenz zu diesem Thema sorgen.

Studien und journalistische Recherche, auch bei uns bei der VRT, haben ergeben, dass die meisten Verbraucher über Software-Anpassungen bei ihren Autos nicht oder nicht ausreichen informiert werden. Dies ist auch und gerade der Fall bei Verbrauchs- oder Schadstoffausstoß bei Dieselmotoren, wie international bei der VW-Gruppe und in Belgien bei Opel festgestellt wurde.

Zudem kommt noch, dass sogar Garagisten und Konzessionäre diesbezüglich nicht immer ausreichend von ihren Marken informiert werden.

Belgiens Wirtschafts- und Verbraucherschutzminister Peeters (kl. Foto) hat der Wirtschaftsinspektion seines Ministeriums deshalb den Auftrag erteilt, eine Liste mit Fragen zu solchen Software-Anpassungen aufzustellen. Diese wird allen Importeuren von Autos in unserem Land zugestellt. Die Importeure haben danach einen Monat lang Zeit, diese Fragen zu beantworten.

Er habe bereits mit einigen Importeuren Gespräche geführt, doch diese würden zu langsam verlaufen und würden keine zufriedenstellenden Resultate liefern, so Peeters: „Es handelt sich hier um wichtige Informationen und die Verbraucher haben da ein Recht drauf. Diese Fragenliste muss dafür sorgen, dass den Konsumenten solche Informationen nicht vorenthalten bleiben.“

Aurore Belot