Image aufpolieren? Panama zu Besuch in Belgien

Panama zeigt sich bereit dazu, mit unserem Verhandlungen zum gegenseitigen Austausch von Steuerinformationen aufzunehmen. Eine Delegation von Vertretern der panamaischen Regierung weilt in diesen Tagen in Belgien zu Gesprächen. Einige Minister aus Panama wurden aber auch von hiesigen parlamentarischen Untersuchungsausschuss (Foto) zu den „Panama Papers“ angehört.

Über die an die Öffentlichkeit geratenen so genannten „Panama Papers“ wurde auch deutlich, dass belgische Unternehmen Einnahmen und Gewinne am Fiskus vorbei über Scheinfirmen auf Panama in Mittelamerika schleusen.

Nicht zuletzt aus diesem Grunde verlangte Belgiens Finanzminister Johan Van Overtveldt (N-VA) von der Regierung Panamas, dass die Gespräche zum Austausch von Steuerinformationen sehr schnell in Angriff genommen werden müssen. Vor dem Parlamentsausschuss zu den „Panama Papers“ in Brüssel hielten sich die panamaischen Vertreter zurück und erklärten lediglich auf recht umständliche Art und Weise, die das Anwaltsbüro Mossac Fonseca die Steuerhinterziehung organisierte.

Doch mit brauchbaren Informationen oder gar Eingeständnissen, dass Panama hier Verantwortung übernehmen müsse, warteten sie nicht auf. Dies zog ihnen den Ärger einiger belgischer Politiker aus Mehrheit und Opposition zu. Man sei bereit, Transparent zu sein, hieß es dazu von panamaischer Seite dazu und dies habe man bereits in den vergangenen zwei Jahren so gehalten. Doch die Zeit der Delegation aus Panama, die aus Richtung Berlin nach Brüssel gereist war, schien begrenzt zu sein. Zu einer erfolgreichen Imagekampagne hat diese Visite wohl nicht wirklich gereicht…