Flandern stellt seinen Energieplan bis 2020 vor

Die flämische Landesregierung hat am Freitag einen ambitionierten Energieplan vorgestellt, mit dem auch die Umweltschutzziele der EU erreicht werden sollen. Hunderte zusätzliche Windräder und Millionen Solarzellen sollen dabei helfen, wie Landesenergieminister Bart Tommelein (Open VLD) am Freitagmittag angab.

Bis zum Jahr 2020 will die flämische Landesregierung ihren Anteil an Solarenergie um mindestens ein Drittel des derzeitigen Wertes erhöhen und denkt dabei an 6,4 Millionen zusätzliche Sonnenkollektoren, z.B. an Privathäusern, aber auch auf den Dächern von Behördengebäuden oder Industrieunternehmen.

Auch der Anteil an Windkraft soll drastisch erhöht werden und zwar in den kommenden vier Jahren um 40 % ihrer aktuellen Wattzahl. Das soll mit 280 zusätzlichen Windrädern geschehen, die Flandern aufstellen (lassen) will. Hier allerdings stellt sich die Landesregierung einem Problem.

Die Genehmigungsverfahren zur Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Festland gerade in Flandern verlaufen sehr träge. Das liegt daran, dass viele Bürger solche Windräder in ihrer Nähe rundweg ablehnen und dass auch ländliche Gemeinden auf solche Projekte zurückhaltend reagieren.

Landesenergieminister Bart Tommelein von den flämischen Liberalen Open VLD gab am Freitag dazu an, dass die ab jetzt zu errichtenden Windräder vornehmlich in Gewerbegebieten, Industriezonen und entlang von Autobahnen entstehen sollen. Die Tatsache, dass Flandern jetzt vermehrt auf regenerative Energiequellen ohne Schadstoffausstoß setzt, bedeutet wohl mittelfristig das Aus für weitere Bio-Heizkraftwerke.