Wer Sozialwohung mieten will, muss Niederländisch nachweisen

Wer eine Sozialwohnung in Flandern mieten möchte, wird künftig nachweisen müssen, dass er oder sie über Grundkenntnisse der niederländischen Sprache verfügt. Auf Vorschlag der flämischen Ministerin für Wohnungsbau, Liesbeth Homans (N-VA) (Foto), will die flämische Regierung nun die bestehende Forderung zur Sprachbereitschaft in eine Forderung der Sprachkenntnis umwandeln. Mieter, die keine oder nur ungenügende Anstrengungen unternehmen, um sich Grundkenntnisse des Niederländischen anzueignen, riskieren ein Bußgeld.

Die Maßnahme war im flämischen Regierungsabkommen angekündigt. Die bestehende Regelung, nach der sich Mieter nur bereit erklären mussten, Niederländisch zu lernen, hält die Regierung für nicht verbindlich genug. Sie will diese Sprachanforderung jetzt über eine Anpassung im flämischen Wohnreglement verschärfen. Aus der 'Bereitschaft' soll eine nachweisbare 'Sprachkenntnis' zur Voraussetzung gemacht werden.

Ziel ist, dass der Mieter nach einer gewissen Mietzeit über Grundkenntnisse des niederländischen Sprache verfügen muss. Dabei gilt das Grundniveau A1. Das bedeutet, dass man ein Basisvokabular vorweisen und sich in einfachen Sätze ausdrücken können muss. Hierzu gehört, sich vorstellen können und zum Beispiel sagen können, woher man kommt und wo man wohnt.

Mieter, die sich weigern, auch nach vorheriger Mahnung dieser Verpflichtung nachzukommen, müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Die Pläne müssen noch vom flämischen Wohnungsamt und dem Staatsrat begutachtet werden.