Weniger Schwarzarbeit im Gaststättengewerbe

Im ersten Quartal dieses Jahres sind im Hotel-, Kaffee- und Gaststättengewerbe 2.500 feste Stellen hinzugekommen. Auch gibt es inzwischen 10.000 weitere Flexi-Jobs, das heißt Jobs für Personen, die sich durch kleinere Arbeiten etwas hinzuverdienen.

So seien im ersten Quartal 2016 für 50 Millionen Euro mehr Löhne ausbezahlt worden als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Die Zahlen stammen aus den Sozialsekretariaten.

Der Staatssekretär für Betrugsbekämpfung, Philippe De Backer, betonte in der VRT an diesem Sonntag: "Wir haben zahlreiche begleitende Maßnahmen mit der Einführung der Registrierkassen genommen. Wir haben das System der Flexi-Jobs und Steuervorteile für Netto-/Bruttoüberstunden für festes Personal eingeführt sowie Kürzungen der Sozialabgaben. Wir stellen jetzt eine Zunahme der Zahl Festangestellter in diesem Sektor fest." Auch die Zahl der Personen, die Flexi-Jobs ausführten sei gestiegen. Das wiederum sorge für mehr "weiße Lohnsummen".

Die Hauptkritik, dass diese Maßnahmen die Arbeitsplätze in diesem Sektor bedrohten, sei damit widerlegt. "Das Jahr 2016 wird also das Jahr des Kaffee-, Hotel- und Gaststättengewerbes!", so der liberale Politiker.

Weniger Schwarzarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Arbeitsplätze

Es sei jedoch noch zu früh für Schlussfolgerungen, findet Danny Van Assche von Horeca Vlaanderen: "Natürlich geht man nicht gleich pleite, nur weil man seit dem 1. Januar mit Registrierkassen arbeitet. Was wir derzeit feststellen, ist eine Übergangsperiode und die hatten wir vorausgesagt. Ein Teil der Schwarzarbeit wird dadurch legal und 'weiß'. Wir befürchten allerdings, dass mehr Schwarzarbeit verloren gegangen ist als legale Arbeitsplätze hinzugekommen sind."

"Mit anderen Worten haben wir einen gewissen Abbau in dem Sektor. Zweitens gibt es tatsächlich begeleitende Maßnahmen, die ansich sehr gut sind, aber zur Zeit ist noch unklar, wie man sie anwenden muss."