“Neue Terrormethoden einkalkulieren”

„Der Anschlag von Nizza belegt, dass die Terroristen neue Methoden einsetzen. Auch in Belgien müssen die Sicherheitskräfte dies einkalkulieren“, das hat Belgiens Regierungschef Charles Michel nach einer Sitzung mit dem Nationalen Sicherheitsrat mitgeteilt.

Vor dem Hintergrund der geltenden Terrorwarnstufe Drei waren für den anstehenden Nationalfeiertag am kommenden Donnerstag ohnehin Sondermaßnahmen vorgesehen. Diese würden jetzt nach den Anschlägen in Nizza angepasst, betonte Premier Michel.

Der Premier sprach zuerst den Familienangehörigen der Opfer von Nizza sein Beileid aus. Er nannte den Anschlag ein „furchtbares Drama“ und eine „feige Tat“. „Wir sind fest entschlossen, zu beweisen, dass Demokraten stärker sind als Terroristen. Wir müssen die Werte der Toleranz und des Respekts verteidigen.“

Terrorwarnstufe Drei

Der Regierungschef bestätigte, dass in Belgien die Terrorwarnstufe Drei vorläufig aber nicht auf Vier erhöht wird. „Mit den neuen Elementen in Nizza müssen wir unsere Sicherheitsmaßnahmen aber anpassen. Die Sicherheitskräfte arbeiten intensiv an der Vorbereitung von Sondermaßnahmen“, so Michel. Welche zusätzlichen Maßnahmen konkret vorgesehen sind, dazu wollte Michel aus Sicherheitsgründen keine Einzelheiten nennen.

Der Premier betonte, dass nach bisherigen Erkenntnissen keine Verbindung besteht zwischen der LKW-Attacke am Donnerstagabend in Nizza und Belgien.

Über belgische Opfer ist nach wie vor nichts bekannt. „Wir sind besorgt und stehen in direktem Kontakt mit den französischen Behörden. Viele Belgier wohnen in dieser Region oder verbringen dort ihren Urlaub. Wir unternehmen alles Mögliche, um betroffene Familien maximal zu informieren“, teilte der Premier noch mit.