“Nizza in Gent nicht möglich“

Daniël Termont, der Bürgermeister von Gent, wo heute die zehn Tage dauernden „Genter Feste“ („Gentse Feesten“) beginnen, beruhigt die Festivalbesucher. „Was gestern Abend in Nizza geschah, ist hier unmöglich“, betonte er nach einem letzten Sicherheitsscheck. „Wir sichern schon seit Tagen alle Zugangswege mit Betonblöcken. Kein Fahrzeug gelangt unkontrolliert in die Stadt.“

Nach der LKW-Attacke in Nizza wird auch in Belgien das Sicherheitsrisiko bei Großveranstaltungen diskutiert. Am Freitagabend beginnt in Gent das zehntägige Volksfest „Gentse Feesten“ („Genter Feste“) und gerechnet wird auch dieses Jahr mit einer Million Besucher.

Am Freitagvormittag haben die Organisatoren noch einmal alles Sicherheitsmaßnahmen mit den zuständigen Behörden besprochen. „Seit Monaten haben wir schon Terrorwarnstufe Drei einkalkuliert“, sagte Bürgermeister Termont nach der Sitzung.

Deshalb wurden alle Zugangswege zur Innenstadt mit Betonblöcken gesperrt, damit kein Fahrzeug unkontrolliert in die Stadt kann. Auch die Kanäle wurden gesichert. „Wir sind auf alles vorbereitet“, so der Bürgervater, der alle potentiellen Festivalbesucher auffordert, sich nicht einschüchtern zu lassen.

„Angst ist ein schlechter Ratgeber. Nach Nizza dürfen wir unser Leben nicht anders organisieren. Allerdings ist Unvorsichtigkeit auch ein schlechter Ratgeber. Deshalb muss jeder besonders aufmerksam sein, alles gut im Auge behalten und alles was verdächtig ist, sofort melden“, betonte Termont.

Die Stadt entschied schon vor einigen Tagen, dass den Besuchern dieses Jahr aus Sicherheitsgründen keine Schließfächer zur Verfügung gestellt werden. Auch Rücksäcke sind tabu. „Wer trotzdem mit Rucksack kommt, muss mit scharfen Kontrollen rechnen“.