Belgische Reiseveranstalter fliegen Türkei weiter an

Die belgischen Reisegesellschaften fliegen nach wie vor türkische Badeorte an. Sie weisen daraufhin, dass die belgische Regierung keine Reisewarnung für die Türkei ausgegeben habe. Auf der Webseite der Regierung heißt es lediglich, dass Reisenden, die in die Türkei fliegen wollen, geraten wird, sich mit dem Reiseveranstalter in Verbindung zu setzen.

Weiter heißt es dort, dass Reisende, die nach Istanbul oder Ankara fliegen wollten, sich darüber im Klaren sein müssten, dass die Lage auf den internationalen Flughäfen in diesen Städten weiterhin unklar sei und dass mit großen Hindernissen gerechnet werden müsse.

Die Regierung hat zwar keine Reisewarnung, sondern lediglich einen aktuellen Hinweis gegeben, aber inzwischen wird es etwas schwieriger in die Türkei zu reisen. Eine VRT-Kollegin, die an diesem Morgen am Flughafen von Zaventem in der Warteschlange stand, um in die Türkei zu fliegen, sagte im VRT-Radio hierzu: "Wir warten schon seit Stunden, um nach Istanbul aufzubrechen."

"Der Flug wird jedes Mal wieder verschoben, obwohl der Flughafen von Istanbul bereits seit diesem Samstagmorgen wieder operationell ist."

Der Flughafen war mehrere Stunden von Soldaten besetzt. Die meisten belgischen Chartergesellschaften, die die türkischen Küstenorte anfliegen, sagen, dass der Luftraum offen ist und fliegen also weiterhin in die Türkei.

Flüge von Turkish Airlines nach Istanbul sind jedoch gestrichen worden. Auch deutsche und britische Fluggesellschaften reagieren anders als die belgischen Reiseveranstalter. Sie haben ihre Flüge von und in die Türkei noch am Freitagabend gestrichen.

So steuern Lufthansa und Eurowings die Türkei derzeit nicht an. „Wir werden bis morgen Mittag 12 Uhr alle Verbindungen von und in die Türkei streichen“, sagte ein Konzernsprecher in der Nacht zu Samstag. „Danach werden wir sehen, wie sich die Lage weiterentwickelt.“