Feiern in Brüssel unter Polizeischutz

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen haben am Donnerstag in Brüssel die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag begonnen. Auftakt war traditionsgemäß mit dem Te Deum um 10 Uhr in der Kathedrale St. Michael und St. Gudula in der Brüsseler Innenstadt. Das große Volkfest findet aber vor allem in um den Brüsseler Park herum statt. Und um 16:00 Uhr startet der traditionelle Umzug militärischer und ziviler Einheiten. Für Polizei und Militär ist dieser 21. Juli ein besonders arbeitsreicher Tag. Die Polizei ermutigt zwar die Bürger, nach Brüssel zu kommen, um zu feiern, rät der Bevölkerung aber auch, auf jeden Fall ihre Anweisungen zu befolgen.

"Wenn wir eine Anweisung erteilen, einfach zuhören und befolgen", heißt die Botschaft der Polizei an diesem 21. Juli. So wird den Menschen aus Sicherheitsgründen geraten, auf das Mitbringen von Rucksäcken und Taschen zu verzichten.

Die Polizei ermutigt die Bevölkerung, nach Brüssel zu kommen: "Es ist schönes Wetter und es gibt viele Attraktionen. Versuchen Sie aber eines zu respektieren: Wenn wir Sie als Polizei zu etwas auffordern, dann hören Sie einfach auf uns." Die Polizei darf die Leute durchsuchen und bittet die Bevölkerung, auf Taschen und Rucksäcke zu verzichten, wenn sie in die Hauptstadt kommen. "Das führt sonst zu langen Warteschlangen, denn wir müssen gründlich kontrollieren", so eine Polizeisprecherin.

Das Polizeiaufgebot wurde für diesen Tag auch extra noch einmal um 800 Beamte aufgestockt. Und die Zahl der Soldaten, die im ganzen Land für Sicherheit sorgen sollen, wurde ebenfalls erhöht.

Er habe sogar noch Soldaten von der Truppenparade abziehen müssen, um den Einsatz auf der Straße zu gewährleisten, sagte der Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte, General-Major Jean-Paul Deconinck gegenüber unserem Sender VRT. Außerdem habe man - als Reaktion auf den Anschlag von Nizza – Barrieren aufgestellt, damit kein Fahrzeug unbefugt in die Nähe des Parks gelangen könne.

Sowieso rät die Polizei den Menschen, ihre Autos zu Hause zu lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, denn viele Straßen seien wegen des Umzugs für den Verkehr gesperrt.

Der Terrorismus wird übrigens auch ein Thema beim traditionellen Umzug selbst sein: Im zivilen Teil werden vor allem die Einheiten präsentiert, die nach den Anschlägen vom 22. März in Zaventem und Maelbeek zum Einsatz kamen.

Das Programm vom 21. Juli in Brüssel

  • Te Deum - 10 Uhr  - Kathedrale St. Michael und St. Gudula
  • Fest im Warandepark und Umgebung - ab 10 Uhr  - Warandepark (Königlicher Park von Brüssel) / Regentschapsstraat und Umgebung
  • Umzug militärischer und ziviler Einheiten - 16 Uhr - Paleizenplein
  • Feuerwerk - 23 Uhr - Paleizenplein

Die königliche Familie beim Te Deum