"Dies kann Moslems und Christen vereinigen"

Erzbischof Jozef De Kesel (Foto), der Primas der katholischen Kirche in Belgien, ist der Ansicht, dass ein Anschlag, wie der auf ein Gotteshaus im französischen Saint-Etienne-du-Rouvray, Moslems und Christen enger zusammenrücken lassen könnte. De Kesel verurteilte den heimtückischen Mord an eine französischen Priester aufs schärfste, appellierte jedoch auch an die Brüderlichkeit.

Am Rande der christlichen Weltjugendtage im polnischen Krakau sagte Erzbischof Jozef De Kesel: „Solche willkürlichen Gewalttaten können Moslems und Christen vereinigen und zwar im Sinne der Überzeugung ‚Das nicht. Das nicht mehr. Das darf nicht sein, die Welt darf sich so nicht weiter entwickeln‘.“

In diesem Sinne plädiert der belgische Kirchenfürst für Brüderlichkeit und glaubt nicht daran, dass solche Attentate das Christentum und den Islam gegeneinander aufbringen können.

Laut Erzbischof De Kesel haben die Behörden in Belgien damit begonnen, alle Kirchen des Landes zusätzlich zu sichern: „Wir werden versuchen herauszufinden, ob wir etwas tun können. Wenn aber Gewalt so unberechenbar ist, was kann man dagegen unternehmen? Man kann doch nicht alle Kirchen abschließen.“