Verdienen Belgiens Polizisten zu wenig Geld?

Nach Ansichten der Polizeigewerkschaften verdienen zehntausende Polizisten in Belgien seit Jahren schon zu wenig Geld. Im Vergleich zu anderen Beamten, die theoretisch in der gleichen Lohn- oder Gehaltsklasse arbeiten, geht es dabei auf Jahresbasis offenbar um rund 2.000 €.

Die Gewerkschaften der belgischen Polizei- und Ermittlungsdienste haben errechnet, dass zehntausende Polizisten in unserem Land im Vergleich zu anderen Staatsbediensteten in ähnlichen Lohn- oder Gehaltsklassen zu wenig verdienen.

Dabei handelt es sich nach den vorliegenden Berechnungen um einen Fehlbetrag von 2.030 € auf Jahresbasis, wie Vincent Houssin von der Polizeigewerkschaft VSOA am Mittwoch gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion deutlich machte:

„Im Zuge der Polizeireform wurde versprochen, dass unsere Bezüge der Entwicklung der Löhne und Gehälter im Beamtenwesen angepasst werden sollen. Wir haben aber festgestellt, dass 2014 im Staatsblatt neue Gehaltsschlüssel für den öffentlichen Dienst erschienen sind. Doch die Schlüssel für die Polizeibeamten sind aber da nicht mit einbegriffen. Mit anderen Worten bedeutet das, dass die Gehaltsschlüssen für die Beamten die der Polizisten überholt haben. Wir fordern also jetzt, dass man Wort hält und die Bezüge der Polizisten anhebt.“

Inzwischen berechnen Fachleute aus dem Kabinett von Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA), ob die Zahlen, die die Polizeigewerkschaften vorgelegt haben, wirklich stimmen.