Eine PKW-Maut ist in Flandern vorstellbar

Nach einer Umfrage des flämischen Unternehmerverbandes Unizo kann sich rund die Hälfte der Unternehmer hier durchaus eine Kilometerabgabe für Personenwagen vorstellen. Aber, diese Vorstellung ist an eine Bedingung geknüpft: Nur wenn eine PKW-Maut dabei helfe, die Staus zu verringern, sei sie sinnvoll.

Die flämische Sonntagszeitung De Zondag geht in ihrer aktuellen Ausgabe auf eine Umfrage von Unizo zum Thema PKW-Maut ein und stellt fest, dass sich rund die Hälfte der Unternehmer in Flandern mit einer solchen Abgabe anfreunden können. Doch nur wenn eine solche Abgabe für weniger Staus sorge, habe sie auch Sinn, so die Unternehmer. Ohne diese Auswirkung lehnen sechs von 10 Befragten eine Kilometerabgabe für Personenwagen ab.

Belgien gehört zu den EU-Staaten, in denen Verkehrsstaus am häufigsten auftreten und das wiederum zieht einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden nach sich. Vor allem die ständig im Stau stehenden Lastwagen sorgen für Probleme. Zum einen sorgen sie für einen hohen CO2- und Schadstoffausstoß und zum anderen erfolgen Lieferungen zu spät, was wiederum negative Auswirkungen auf Produktion und Handel hat.

Bereits seit April 2016 gilt in Belgien eine regional unterschiedlich gehandhabte LKW-Maut. Der Unternehmerverband Unizo will jetzt erreichen, dass im Rahmen von Pilotprojekten rund um die Maut auch die wirtschaftlichen Folgen ins Bild gebracht werden und ob Autofahrer bei einer PKW-Maut auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen würden.