Klage gegen Wucherpreise für Konzertkarten

Die belgische Verbraucherschutz-Organisation Test Aankoop/Test Achats hat rund 3.000 Klagen zu Wucherpreisen für Konzerttickets zusammengefasst. Vor drei Monaten hatten die Verbraucherschütze damit begonnen, eine Sammelklage gegen drei umstrittene internationale Webseiten, die auch Eintrittskarten für Konzerte in Belgien anbieten, vorzubereiten.

Test Ankoop will jetzt gemeinsam mit all diesen Klägern juristisch gegen die Wucherpreise dieser drei Anbieter vorgehen, denn alle wurden offenbar Opfer von betrügerischen Preisen für Konzertkarten in Belgien. Test Aankoop-Sprecherin Els Bruggeman sagte dazu gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass das belgische Gesetz in diesem Fall eindeutig sei:

„Der Weiterverkauf von Konzerttickets zu Wucherpreisen ist absolut verboten und daran muss sich jeder halten. Das betrifft auch ausländische Online-Anbieter, die sich an belgische Verbraucher richten. Auf Basis dieser gesetzlichen Regelung bauen wir unsere Sammelklage auf.“ Test Aankoop will erreichen, dass die verklagten Anbieter den Klägern den Preisunterschied zwischen den tatsächlich am Markt in Belgien veranschlagten Ticketpreisen und den über den Online-Weg geforderten Preis erstatten.

Auch Konzertveranstalter reagieren

Die Betreiber des Sportpalastes in Antwerpen haben verschiedene elektronische Bezahlkarten blockiert, um so zu verhindern, dass Händler mit betrügerischer Absicht massiv Konzertkarten erwerben können, um diese dann später zu Wucherpreisen an Musikfans oder Käufer von Karten für andere dort stattfindende Events weiterzuverkaufen.

Das war u.a. der Fall vor den Auftritten der in Flandern sehr beliebten Band für Kinder, K3 (Foto oben: Eines der betroffenen K3-Konzerte im Mai im Sportpalast). Niederländische Online-Anbieter hatten damals rund 17.000 Tickets für die K3-Konzerte im Sportpalast erworben und diese vollkommen überteuert weiterverkauft.

Ebenfalls davon betroffen waren die beiden Adele-Konzerte vor einigen Wochen im Antwerpener Sportpalast. Inzwischen wurden auch solche Webseiten blockiert und sind in Belgien nicht mehr konsultierbar.