Stromrechnung um 286 Euro teurer geworden

Die Stromrechnung einer flämischen Durchschnittsfamilie ist um 286 Euro im Jahr teurer geworden und beträgt nun 1.022 Euro. Das geht aus einem Bericht der Beobachtungsstelle für Preise hervor.

Der wichtigste Grund für den teureren Strompreis ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 6 auf 21 Prozent. Doch auch einige Maßnahmen, die in Flandern genommen wurden wie die Abschaffung der kostenlosen Stromversorgung und die flämische Energieabgabe, auch bekannt als "Turtel-Steuer" (benannt nach der ehemaligen flämischen Energieministerin Annemie Turtelboom), haben den Strompreis steigen lassen.

Die Vertreuerung in Belgien unterscheidet sich stark von der Entwicklung in den Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Niederlande, betont Peter Van Herreweghe von der Beobachtungsstelle für Preise: "In den Nachbarländern steigen die Preise durchschnittlich um 0,7 Prozent, in Belgien sind es 40,6 Prozent."

"Was auch auffällig ist: In Belgien sind die reinen Stromerzeugungskosten der Energieversorger gesunken, doch aufgrund der anderen Komponenten - der Mehrwertsteuer und der anderen Abgaben - haben sich die Preise im Vergleich zu unseren Nachbarn derart verteuert."

Dank des teureren Stroms gleicht sich die Inflationsrate in Belgien im zweiten Quartal stark an das angestrebte Ziel der Europäischen Zentralbank - von unter, aber nahe 2 Prozent - an.