So werden Temposünder unbemerkt erwischt

Wer zu schnell fährt, riskiert geblitzt zu werden und sieht das auch direkt. Doch immer mehr Polizeizonen haben Kameras eingereichtet, bei denen sie Temposünder ohne zu blitzen zur Rechenschaft ziehen können. Sie setzen einfach neue Kameras mit Infrarottechnologie ein. Das hat jede Menge Vorteile.

Bei einem normalen Blitzgerät besteht im Falle eines Blitzes wegen überhöhter Geschwindigkeit vor allem abends und nachts wohl kaum Zweifel, dass ein Bußgeld fällig wird. Doch in immer mehr Polizeizonen bleiben die Geschwindigkeitskontrollen unbemerkt.

"Mit einem Infrarot-Blitzgerät wird der Blitz sozusagen unsichtbar gemacht, so dass man viel diskreter Geschwindigkeitskontrollen durchführen kann", sagt Danny Wendelen von der Polizeizone Heusden-Zolder. Danny und seine Kollegen von der Polizeizone Heusden-Zolder sind zufrieden mit dieser Erneuerung. Raser und Streetracer merken dann erst, dass sie geblitzt wurden, wenn der Bußgeldbescheid zu Hause eingeht. 

"Nachts steigt die Chance, dass sie erwischt werden. Wir stellen das derzeit schon ein bisschen fest. Wir benutzen das neue System noch nicht so lange, aber in uns bekannten Zonen sprechen wir von einer Zunahme von 40 bis 50 Prozent der Geschwindigkeitsverstöße. Die erfolgen vor allem nachts, da keinerlei Blitz zu sehen ist."

Die Polizisten können zudem länger an der gleichen Stelle blitzen, weil der Ort weniger über die Medien und sozialen Medien mitgeteilt und geteilt wird. Außerdem trage das neue System zu mehr Sicherheit auf den Straßen bei, heißt es bei der Polizei.

"Ein Blitz trägt doch dazu bei, dass man sich erschreckt und plötzlich bremst. Andere Fahrer, die geblitzt wurden, fangen an, mit Lichtsignalen Fahrer auf der Gegenfahrbahn zu warnen. Auch was das betrifft, ist das neue System ein besonderer Fortschritt."

Viele Polizeidienststellen zeigen bereits Interesse an dem System. Und am Geld sollte die Einrichtung des neuen Systems wohl kaum liegen, denn die Kosten der technischen Anpassung der Kameras sind gering: Ein paar hundert Euro pro Kamera.