Böser Kater für René Weilers RSC Anderlecht

Belgiens Vize-Landesmeister RSC Anderlecht hat sich nicht für die Vorrunde in der Qualifikation zur Champions Lea gue qualifizieren können. Vor eigenem Publikum verloren die Brüsseler das Rückspiel gegen den FC Rostow mit 0:2. Dabei war die Ausgangsposition nach dem 2:2 im Hinspiel beim russischen Vize-Meister gar nicht so schlecht.

Nach dem Aus in der dritten und vorletzten Qualifikationsrunde für die Champions League wurde der RSC Anderlecht mit einem doppelten Kater wach.

Zum einen hätte die Qualifikation eine Zusatzeinnahme von 5 Mio. € bedeutet und zum anderen zeigte der Defensive der Anderlechter einige deutliche Schwächen. Jetzt muss der belgische Rekordmeister mit der Europa League Vorlieb nehmen.

Die Partie im Anderlechter Astrid-Park begann eher mit mäßigem Tempo und einige gute Gelegenheiten konnten die Gastgeber in Brüssel nicht nutzen.

Doch Christian Noboa nutzte einen Moment, in dem die Verteidigung der Brüsseler nicht gut stand, um nach knapp einer halben Stunde Spielzeit die durchaus verdiente Führung für die Russen zu erzielen. Youri Tielemans hätte vor dem Halbzeitpfiff noch ausgleichen können, doch auch er nutzte die Gelegenheit nicht.

Nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff sorgte Sardar Azmoun für das entscheidende 0:2 und auch jetzt wieder musste sich die Anderlechter Verteidigung den Schuh anziehen.

Den schockierten Veilchen gelang jetzt nichts mehr. Tote blieben aus und von einer möglichen Verlängerung war der Astrid-Park weit entfernt.

"Fehlende Automatismen"

Damit hat Anderlechts neuer Trainer René Weiler (kl. Foto) seine erste Pflichtspielniederlage erlitten. Die Verteidigung hatte Probleme mit den beiden Stürmern der Gegner, sagte Weiler nach der Partie: „Wir haben viele große Fehler gemacht. Wir haben viele neue Spieler und brauchen mehr Zeit, um der Mannschaft Automatismen zu geben. Ich will mich nicht auf bestimmte Spieler festlegen. Die gesamte Mannschaft war einfach schlechter als im Hinspiel. Wir arbeiten hart, doch noch bringt uns das nichts ein.“