Die AB InBev-SAB Miller-Zentrale bleibt in Löwen

Nach der Fusion der belgisch-brasilianischen Biergruppe AB InBev und ihrem südafrikanischen Konkurrenten SAB Miller zu einem Konzern wurde jetzt deutlich, dass das Hauptquartier in der flämisch-brabantischen Universitätsstadt Löwen bleibt. Faktisch aber wird die weltumspannende Brauerei-Gruppe von New York aus geleitet.

Noch ist die Megafusion der N°1 (AB InBev) und der N°2 (SAB Miller) am Weltbiermarkt nicht rund. Am 28. September müssen die Aktionäre noch ihr grünes Licht geben. Bis zum 10. Oktober will AB InBev-CEO Carlos Brito aber den Deal abgerundet sehen. Für den 11. Oktober ist der Start an der Brüsseler BEL 20-Börse geplant.

Jetzt steht aber schon die neue Unternehmensstruktur. Nach der wird der Hauptsitz des neuen Konzerns am Stammsitz von AB InBev in Löwen bleiben. Das bedeutet, dass der jetzt ultimativ größte Biergigant der Welt sein historisches Band mit der altehrwürdigen Universitätsstadt nicht zerschneiden wird. Die Idee, nach London zu gehen, ist also abgehakt.

Neben der Konzernzentrale in Löwen wird in New York allerdings ein "global functional management office" eröffnet, von wo aus die Gruppe in der Praxis geleitet wird. CEO wird der bisherige starke Mann bei AB InBev, Carlos Brito.

Der einzige Belgier auf der höchsten Managementetage des Weltkonzerns ist Jan Craps. Craps ist derzeit noch für AB InBev in Kanada aktiv, übernimmt aber in der neuen Unternehmensstruktur die Leitung des Bereichs Südostasien. Der neue Konzern ist mit mehr als 30 % Marktanteil Weltmarktführer im Bereich Bier.

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