Belgisches Königspaar darf aus Sicherheitsgründen nicht nach favela in Rio

Die brasilanische Regierung hat König Philippe und Königin Mathilde einen Besuch in einem favela, das heißt in einem Elendsviertel in Rio untersagt.

Einige Stunden vor Auftakt der Olympischen Spiele wollte das Königspaar dort ein Projekt mit Straßenkindern besuchen, aber die brasilianische Regierung hat das aus Sicherheitsgründen verboten.

Der Besuch wurde in ein Museum für Moderne Kunst in der Nähe von Copa Cabana verlegt. 

Der Brügger Luc Knockaert unterstützt das Straßenkinder-Projekt seit 1991 und findet es äußerst bedauernswert, dass der Besuch nicht stattfinden darf. Er meint, es sei doch sehr seltsam, dass die Brasilianer die Sicherheit des belgischen Königspaares nicht garantieren könnten.

"Das ist natürlich kein Viertel, in das Du als Privatperson einfach so hineingehst. Die kriminellen Banden, die Drogenbanden haben dort das Sagen. Natürlich kann auch ich das nicht echt als sicher beschreiben, aber auf der anderen Seite sollte ein Besuch bei einer guten Vorbereitung und mit einem guten Polizeischutz etc. doch möglich sein."

"Letztes Jahr war noch Minister Alexander De Croo dort", so Knockaert.