Hybridautos im Kommen

Hybridelektrokraftfahrzeuge sind in Belgien offenbar schwer im Kommen. In der ersten Hälfte dieses Jahres sind schon mehr als 9.000 solcher Autos hierzulande verkauft worden. Das ist mehr als im gesamten letzten Jahr.
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Die Zahlen stammen vom Dachverband der belgischen Automobilindustrie Febiac und stehen in der Zeitung De Tijd. Hybridfahrzeuge werden von mindestens einem Elektromotor und einem weiteren Energiewandler angetrieben und sind deshalb umweltfreundlicher.

Auffallend ist, dass sich in Belgien vor allem große Hybridgeländefahrzeuge gut verkaufen lassen.

Der Grund hierfür sei ein steuerlicher Vorteil, sagt Joost Van Tomme von Febiac. "In Flandern hat man zum Beispiel eine Anmeldesteuer für Fahrzeuge und eine Steuer für die jährliche Nutzung der Fahrzeuge (Kfz-Steuer). Für Hybridautos und Elektrowagen macht das aber 0 Euro aus. Mit diesen Autos fährt man kostenlos herum. Man bezahlt nämlich auch keine Besitzsteuern darauf", so Van Tomme.

"Viele der Autos werden zudem als Firmenwagen angemeldet und die kann man auch noch steuerlich absetzen. Das alles ist also sehr vorteilhaft, ob sie nun besteuert werden oder nicht."

Wie umweltfreundlich die Hybridautos tatsächlich sind, hängt vom Fahrer ab und ob dieser den Elektromotor benutzt oder nicht. Im Vergleich zu Dieselfahrzeugen oder Benzinautos ist der Verkauf von Hybridautos jedoch nach wie vor noch ziemlich begrenzt.

Kritik: Es werden Porsche Cayenne-Autos gekauft und Kabel zum Aufladen in Werkstatt gelassen

Der Umweltverband 'Bond Beter Leefmilieu' kritisiert genau den Punkt, dass der Fahrer entscheiden kann, ob er umweltfreundlich fährt oder nicht: "Wir stellen in der Tat fest, dass viele Porsche Cayenne-Autos gekauft werden und das Kabel, um die Autos aufzuladen gleich in der Werkstatt gelassen werden. Das ist nicht das, was wir unter einem grüner werdenden Fahrzeugpark verstehen."

"Ein ökologisch werdender Wagenpark bedeutet mehr Elektroautos und mehr Autos, die mit Wasserstoff fahren und keine Hybridautos. Die Regierung darf keine falschen Signale aussenden. Man muss vor allem nachhaltige Technologien einsetzen und nicht Hybridautos", so Jonathan Lambregs vom Verband 'Bond Beter Leefmilieu' auch noch.