Attentäter von Charleroi ist 33-jähriger Algerier

Der Attentäter, der die beiden Polizistinnen am gestrigen Samstag vor einer Polizeistation in Charleroi verletzte, ist ein 33-jähriger Mann mit algerischer Staatsangehörigkeit. Er ist seit 2012 in Belgien. Er war bei der Polizei bereits bekannt, aber nicht wegen Terrorismus. Das meldet die Staatsanwaltschaft.

Der 33-jährige Algerier habe sich illegal in Belgien aufgehalten, bestätigt der Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken (N-VA). Er habe zwei Aufforderungen zum Verlassen dieses Landes nicht befolgt.

Francken fordert, dass endlich ein Abkommen mit Algerien geschlossen wird. "Am besten unter europäischem Mandat oder wenigstens bilateral", so der Staatssekretär in einer schriftlichen Mitteilung. "Ich werde bei der nächsten Sitzung der Regierungsspitze mehrere zusätzliche Maßnahmen zur gezwungenen Rückkehr von illegal im Land verbleibenden Personen vorlegen", heißt es weiter.

Aufgrund von Hinweisen auf ein mögliches terroristisches Motiv hinter dem Angriff auf die Polizistinnen, hat die belgische Staatsanwaltschaft jetzt den Fall von der Staatsanwaltschaft von Charleroi übernommen.

Die belgische Staatsanwaltschaft steckt mitten in den Ermittlungen. Letzte Nacht wurden bereits zwei Razzien in Charleroi durchgeführt. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, gibt die Staatsanwaltschaft keine weiteren Informationen bekannt.

Der Tathergang

Am gestrigen Samstagnachmittag hat ein Mannn zwei Polizistinnen vor einer Polizeiwache in Charleroi mit einer Machete angegriffen. Beide Polizistinnen wurden schwer im Gesicht und am Nacken verletzt. Auf den Täter wurde geschossen und er erlag später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen.

Der Täter hatte auch einen Rucksack bei sich. Dieser wurde vom Minenräumdienst DOVO inspiziert. Dabei wurden weder Waffen noch Sprengstoff gefunden.