Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen nach Charleroi-Attentat

Die belgische Regierung hat nach dem gestrigen Anschlag von Charleroi, bei dem ein Mann mit einer Machete Poilzistinnen angriff, verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für Belgien angekündigt. Premier Charles Michel bestätigte nach einer Versammlung mit dem Nationalen Sicherheitsrat an diesem Sonntag auch, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Mordversuches in Zusammenhang mit Terrorismus eingeleitet habe.

Nach dem Anschlag in Charleroi werden die Sicherheitsmaßnahmen an Polizeiwachen verschärft. Premier Michel spricht von einer Terrorwarnstufe 2+. Das ist, wie er sagt, Terrorstufe 2 mit einigen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, damit Polizeibeamte besser geschützt seien.

Die Regierung wird sich hierüber mit den Polizeigewerkschaften beraten. Die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen umfassen, dass Polizisten kugelsichere Westen tragen müssen, dass sie ihre Waffe stets bei sich zu führen haben und das sie ihre Uniform auf dem Weg zur Arbeit besser nicht anziehen sollten. Faktisch ist die Terrorwarnstufe 2+ bereits in Kraft, doch die Regierung will alles noch einmal extra verdeutlichen.

"Wir behalten einen kühlen Kopf, sind aber auf der Hut", sagte Michel. Er lobte den "außergewöhnlichen Mut und den Einsatz" der Polizistinnen in Charleroi, die "Opfer einer verächtlichen und dramatischen Tat" geworden seien. "Die Polizei hat reagiert wie es sich gehört und damit wurde eine noch größere Katastrophe vermieden", so Michel auch noch.

Michel bestätigte zudem, dass die belgische Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Mordversuches in Zusammenahng mit Terrorismus aufgenommen habe. Er sagte, dass die belgische Regierung in den nächsten Stunden und Tagen die Sicherheitslage genau beobachte. "Leider muss ich wiederholen, dass es kein Nullrisiko gibt", gab er auch noch zu.

Identität des Täter unbekannt

Unterdessen ist die Identität des Täters immer noch nicht bekannt. Das einzige, was man vom Täter wisse, sei, dass er "Allahu akbar" gerufen habe.

Er hat zwei Polizistinnen verletzt, die das Polizeikommissariat bewachten und ist daraufhin niedergeschossen worden. Er erlag später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Die beiden Polizistinnen, die bei dem Anschlag verletzt wurden, liegen in einem künstlichen Koma.