Pokémon-Strafe für zerstreute Fußgänger

Die Polizei will künftig Fußgängern, die durch ihr Smartphone abgelenkt sind, weil sie mit dem Spiel Pokémon Go beschäftigt sind, mit einem Bußgeld verwarnen. Einige Pokémon-Jäger würden sich sogar auf verkehrsreichen Straßen in Gefahr begeben.

Das Bußgeld belaufe sich auf 55 Euro, schreiben die Zeitungen De Morgen und Het Laatste Nieuws am Montag.

Die Polizei beruft sich bei ihren Bescheiden auf Artikel 7.2 der Straßenverkehrsordnung, die festlegt, dass sich "die Verkehrsteilnehmer auf den Verkehrsstraßen so zu verhalten haben, dass sie in keinster Weise andere Straßennutzer gefährden."

Jeder Fußgänger, der also eine Straße überquert und dabei auf sein Smartphone starrt, anstatt auf die Straße und den Verkehr dementsprechend nicht im Auge behält, riskiert ein Bußgeld.

Im Bußgeldbescheid muss der Beamte die Ursache der Gefährdung allerdings genau begründen. Derjenige, der nur eine einfache SMS abschickt oder im Internet surft und dabei auf dem Bürgersteig spazieren geht, wird nicht sanktioniert.