Die "Götter auf dem Olympusberg" kehren heim

Am Donnerstag, den 25. August, ist in Antwerpen ein Transport der besonderen Art zu bewundern. An diesem Tag kehrt das monumentale Deckengemälde „Götter auf dem Olympusberg“ (Foto) nach seiner Restaurierung wieder zurück an seinen angestammten Platz im Haus des Kulturerbes „Den Wolsack“. Mit einer Fläche von 65 m² ist das Kunstwerk aus dem Jahr 1772 das größte Deckengemälde auf Leinwand in Westeuropa.

„Götter auf dem Olympusberg“ (Goden op de Olympusberg) ist ein Gemälde eines unbekannten Künstlers, dass eine reiche Familie im Jahr 1772 für das Prunkzimmer im Herrenhaus „Den Wolsack“ in Auftrag gegeben hatte. Vor sechs Jahren wurde das monumentale Kunstwerk ausgelagert, denn „Den Wolsack“, wo heute der Kulturgutverband Herita seinen Sitz hat, musste renoviert werden.

Das Gemälde sollte unterdessen im Restaurationssaal des ING-Gebäudes in der Scheldemetropole untergebracht werden. Doch auf dem Weg dorthin wurde es beschädigt. Das Kunstwerk geriet aus dem Gleichgewicht und es entstand ein Riss. Im Antwerpener Forschungszentrum „Rubenarium“ konnte sowohl dieser Riss beseitigt, als auch eine anschließende allgemeine Restaurierung durchgeführt werden.

Das Prunkzimmer im „Den Wolsack“ ist eine Art Hinterhaus des Nobelanwesens einer Familie, die in der Wollindustrie in Antwerpen reich geworden ist. Das Haupthaus stammt aus dem 14. Jhdt. „Den Wolsack“ liegt an der Oude Beurs unweit des Rathauses und des Großen Markts in Antwerpen.

Inzwischen steht die Renovierung von „Den Wolsack“ kurz vor dem Abschluss und als erstes wird das Prunkzimmer fertig. Das schließt auch die Rückkehr der „Götter auf dem Olympusberg“ ein, die mit einem minutiös ausgearbeiteten Plan wieder vom Rubenanrium zu „Den Wolsack“ transportiert werden, um dort auf ebenso minutiöser Art und Weise wieder dort an die Decke angebracht zu werden. Im Laufe des Jahres 2017 will Herita das Haus des Kulturerbes „Den Wolsack“ wieder eröffnen.