Jeder 5. tätowierte Belgier bedauert seinen Schritt

In Kooperation mit dem belgischen Gesundheitsministerium hat der Hohe Gesundheitsrat eine Kampagne auf den Weg gebracht, die die Landsleute zum Nachdenken anregen soll, bevor sie sich eventuell eine Tätowierung stechen lassen. Eine Umfrage unter Belgiern, die sich tätowieren ließen ergab, dass jeder 5. von ihnen seine Entscheidung im Nachhinein bedauert.

Jährlich lassen sich in unserem Land rund 500.000 Menschen eine Tätowierung in die Haut stechen, doch im Nachhinein bedauert etwa jeder 5. von ihnen diese Entscheidung. Dies nimmt der Hohe Gesundheitsrat zum Anlass, hier aktiv zu werden.

Eine Sensibilisierungskampagne soll die Menschen im Land dazu anregen, sich mit den Risiken auseinanderzusetzen, die eine Tätowierung mit sich bringen kann. Das kann z.B. eine Hautallergie oder andere medizinische Komplikationen auslösen. Nicht zu unterschätzen sind auch die Reaktionen auf Tätowierungen im täglichen Leben. So mancher Bürger unseres Landes lehnt solche Sachen als asozial ab und verschiedene Arbeitgeber akzeptieren sichtbare Tattoos erst gar nicht.

Der Hohe Gesundheitsrat und das Bundesgesundheitsministerium fahren in einer gemeinsamen Aktion deshalb durch das Land, um zu bestimmten Gelegenheiten über die Folgen und Risiken von Tattoos zu informieren. Dazu steuern sie z.B. Veranstaltungen, wie gerade das Brussels Summer Festival an oder sie stellen ihren „Federal Truck“ auf die großen Plätze oder in den Ausgehvierteln in den Groß- und Zentrumsstädten auf.

Man wolle nicht dazu übergehen, Tattoos verbieten zu wollen, hieß es dazu von Seiten des Gesundheitsrates, doch Gespräche mit Fachleuten oder eine Auseinandersetzung mit den Produkten und Materialien, die für Tätowierungen genutzt werden, können bei der Aufklärung helfen und unüberlegte Entscheidungen im Vorfeld bereits beeinflussen. Im „Federal Truck“ steht die Infokampagne im Zeichen der klaren und deutlichen Frage: „Bist du sicher?“