Nervöses Brüssel: Ein Bombenalarm pro Tag

Seit den Anschlägen vom 22. März registrieren die Behörden in der Region Brüssel-Hauptstadt etwa 30 Bombenalarme pro Monat, sprich etwa einen Alarm am Tag. Nach Ansicht der Brüsseler Polizeizonen hat sich das Verhalten der Brüsseler nach den Attentaten verändert und viel mehr Menschen als früher fühlen sich geneigt dazu, verdächtige Gegenstände, Personen oder Entwicklungen zu melden.

Laut einem Beitrag der frankophonen Tageszeitung La Dernière Heure auf Basis entsprechender Erhebungen der meisten Polizeizonen in Brüssel (lediglich die Polizeizone Brüssel-Nord gab keine Zahlen frei) zeichneten die Behörden seit dem 1. Januar 2014 389 Bombenalarme in der Hauptstadt-Region auf.

Die meisten davon, 160, kamen aus der Polizeizone Hauptstadt/Elsene, gefolgt durch Ukkel/Watermaal-Bosvoorde/Oudergem mit 104 Meldungen. In den Polizeizonen Süd (55), Brüssel-West (44) und Montgomery (26) lagen diese Werte niedriger.

Auffallend daran ist, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform in niederländischer Sprache, BRUZZ, dazu meldet, dass die Zahl der Meldungen zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 7. Januar 2015 bei rund 5 pro Monat lagen.

Doch seit dem Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo in Paris stiegen diese Zahlen auf durchschnittlich 11 Pro Monat an. Nach den Anschlägen von Paris am 13. November 2015 verdoppelte sich dieser Wert glatt.

Seit dem 22. März 2016, dem Tag der Anschläge auf den Flughafen von Zaventem und die Metrostation Maalbeek im Brüsseler Stadtzentrum, gingen 124 Bombenalarme bei den Behörden in der Hauptstadt-Region ein - in etwa ein Alarm pro Tag.