Zaventem: Falscher Alarm am Brussels Airport

Am Dienstagabend herrschte am Brussels Airport und bei den belgischen Sicherheitsbehörden Alarmstimmung, nach dem ausländische Nachrichtendienste Gerüchte meldeten, nach denen in sozialen Medien von Bomben in zwei Flugzeugen, die im Anflug auf Zaventem waren, die Rede war. Der Bombenalarm erwies sich als falsch, sorgte jedoch für angespannte Nerven.

Betroffen waren zwei Flüge der skandinavischen Airline SAS (Foto) aus Richtung Oslo in Norwegen und Stockholm in Schweden in Richtung Brussels Airport. Die belgischen Sicherheitsbehörden versetzten den Nationalflughafen in Zaventem gegen 19 Uhr am Mittwochabend in Alarmbereitschaft, denn sie nahmen die Bombendrohungen ernst und wollten auf Nummer sicher gehen.

Nach ihrer sicheren Landung in Zaventem wurden die beiden betroffenen Maschinen gründlich überprüft, doch Spürhunde konnten keine Spuren von Sprengstoff entdecken. Die Fluggäste in den beiden SAS-Maschinen hatten von alldem nichts mitbekommen, außer dass sie einige Minuten länger als üblich warten mussten, bis sie aussteigen konnten.

Ein Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel sagte danach, dass man „einige Maßnahmen“ habe ergreifen müssen, doch welcher Art diese waren und worum es sich bei der im Internet entdeckten Bedrohung handelte, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit. Jedenfalls waren die Flughafenfeuerwehr und die Hilfsdienste in Alarmbereitschaft versetzt worden und es galt kurzzeitig ein entsprechender auch medizinischer Notfallplan.

Nur wenig später gab es ein weiteres Mal Unruhe, als die Meldung kam, dass eine Maschine von Air Arabia Maroc, die auf dem Weg nach Zaventem war, im französischen Toulouse eine außerplanmäßige Zwischenlandung einlegen musste. Hier musste aber lediglich ein erkrankter Passagier notärztlich versorgt werden, bevor das Flugzeug den Flug nach Belgien fortsetzen konnte.