Erasmusaustausch auch für Sprachgemeinschaften möglich

Letztes Jahr sind rund 5.300 flämische Studenten mit einem Erasmusstipendium zum Studienaustausch ins Ausland gegangen. Die Zahl ist doppelt so hoch wie vor zehn Jahren. Erasmus ist das Bildungsprogramm der EU für den Hochschulbereich.

Die Mehrzahl der Studenten bleibt einige Monate in einem anderen europäischen Land, um dort zu studieren oder ein Praktikum zu absolvieren.

Frankreich, Spanien und Deutschland sind die drei beliebtesten Ziele der flämischen Erasmusstudenten.

Für ein Praktikum suchen sich flämische Studenten aber am liebsten ein Land in der Nähe und offenbar im gleichen Sprachraum. Die Niederlande ist zum Beispiel das beliebteste Ziel der Flamen. 

Letztes Jahr konnten die Studenten mit dem Erasmusprogramm erstmals auch zum Studienaustausch in ein Land außerhalb Europas. 

Sechzehn wagten sich zum Austausch unter anderem in die USA, nach Hong Kong, Australien, Kuba und in die palästinensischen Gebiete. 

Doch Erasmus bietet auch ausländischen Studenten die Möglichkeit, nach Flandern zum Studium zu kommen. Rund  3.900 Studenten nutzten diese Gelegenheit, darunter vor allem spanische, italienische und deutsche Studenten.

Flämische Studenten können übrigens auch innerhalb Belgiens eine Weile in der deutschsprachigen oder französischsprachigen Gemeinschaft studieren. 143 Flamen haben beispielsweise an einem so genannten Erasmus-belgica-Austausch teilgenommen.

Die flämsche Unterrichtsministerin Hilde Crevits ist von dem Konzept absolut überzeugt. In der VRT sagte sie: "Damit verschaffen sich jedes Jahr tausende Studenten einen wichtigen Vorsprung auf dem Arbeitsmarkt."