Der Zoll fordert mehr Mittel im Kampf gegen den Terror

Der belgische Zoll fordert mehr Mittel im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Nach einer Meldung der flämischen Wirtschaftszeitung de Tijd habe sich nach den Anschlägen auf Zaventem und Brüssel am 22. März erwiesen, dass die Zollbehörden in Belgien solchen Ereignissen nichts entgegen zu setzen haben. Alle derzeit zur Verfügung stehenden Mittel seien hoffnungslos veraltet.

Kristian Vanderwaeren, der Leiter der belgischen Zollbehörde, gab gegenüber De Tijd zu verstehen, dass sowohl die Waffen, als auch die Scanner und die Fahrzeuge des Zolls veraltet seien. Zudem würden die Befugnisse seiner Behörde den aktuellen Anforderungen nicht mehr entsprechen.

Der Zoll bewacht Häfen, Flughäfen und die internationalen Bahnhöfe in Belgien und zu den Aufgaben der Behörde gehört auch die Teilnahme am Kampf gegen den Terrorismus. Zoll-Leiter Vanderwaeren sagte dazu gegenüber De Tijd, dass die verfügbaren Mittel lange ausreichend waren: „Bis zum 22. März waren unsere Mittel adäquat. Doch angesichts der fortwährenden Bedrohung brauchen wir dringend ein Upgrade.“

Zwar habe die belgische Bundesregierung in den vergangenen Monaten Investitionen beschlossen, doch diese würden der seit den Anschlägen veränderten Sachlage nicht mehr entsprechen. Deshalb fordert Vanderwaeren für den Zoll neue Waffen und Munition, neue und mehr Fahrzeuge sowie neue Scanner und Minilabs, um Waffen, Drogen und anderes in Containern oder Gepäckstücken aufspüren zu können.

Mehr Befugnisse

Um schneller und effizienter arbeiten zu können, benötige der Zoll aber auch zusätzliche Befugnisse, so Vanderwaeren in De Tijd: „Derzeit müssen wir uns bei Identitätskontrollen auf die Polizei verlassen. Das aber erschwert und verlangsamt die Arbeit.“ Deshalb soll der Zoll auch Zugriff auf die Datenbanken der Polizei bei Ermittlungen gegen Terrorverdächtige erhalten, so der Chef der Behörde.