Olympia: Ist Nafi Thiam auf Medaillenkurs?

Siebenkämpferin Nafissatou „Nafi“ Thiam liegt nach den vier ersten Disziplinen am ersten Wettkampftag in der Leichtathletik auf einem komfortablen zweiten Rang hinter Titelverteidigerin Jessica Ennis-Hill. Gleich beim 100 m-Hürdenlauf verbesserte sie mit 13"56 ihren persönlichen Rekord um 7 Hundertstel und gemeinsam mit der Britin Katarina Johnson-Thomas brach sie im Hochsprung dem Weltrekord im Siebenkampf mit 1,98 m.
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Doch damit nicht genug. Thiam, die seit der belgischen Meisterschaft im Juni an einer Ellenbogenverletzung laborierte und eigentlich nicht richtig fit nach Rio gekommen war, gewann am frühen Samstagmorgen mit einer Weite von 14,91 m das Kugelstoßen. Damit lag sie kurzeitig sogar in Führung.

Doch nach den ersten drei Disziplinen kam der Abschluss des ersten Wettkampftages im Siebenkampf mit dem von Nafi Thiem ungeliebten 200 m-Lauf. Zu allem Überfluss loste sie ausgerechnet hier die Außenbahn. In ihrem Lauf wurde sie mit 25“10 Dritte und Gesamt-23. Insgesamt holte sie damit 3.985 Punkte und vor den letzten drei Disziplinen (Weitsprung, Speerwerfen und 800 m) ist sie hinter Jessica Ennis-Hill (4.057) Zweite.

Hockey: Die Red Lions sind Gruppensieger

Die belgische Hockey-Nationalmannschaft Red Lions haben bei den Olympischen Spielen in Rio ihr fünftes Gruppenspiel verloren, stehen aber bereits jetzt als Gruppensieger fest. Die Red Lions haben ihr fünftes Gruppenspiel verloren. Gegen Neuseeland gab es eine leichte 1:3-Klatsche. Die Belgier spielten mit gezogener Handbremse und sagen die Partie gegen die starken Neuseeländer wohl als ein veredeltes Trainingsspiel an. Im Viertelfinale wartet Indien auf die Red Lions.

Noch vor der Partie gegen Neuseeland stand die belgische Hockey-Herrenmannschaft durch das Unentschieden zwischen Spanien und Großbritannien als Gruppensieger fest. Zuvor hatten die Red Lions die Briten mit 4:1, die Brasilianer mit 12:0, die Australier mit 1:0 und die Spanier mit 3:1.

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Die anderen Sportarten

Die belgischen Sprinter Kevin und Jonathan Borlée haben die Vorläufe auf den 400 m nicht überlebt. Keiner von beiden wurde mindestens Dritter und ihre Zeiten rechten auch nicht aus, um als beste Vierte noch weiterzukommen.

Ruderer Hannes Obreno hat sich im Skiff für das Finale qualifiziert. Im Halbfinale wurde er Dritter, fand jedoch, dass er ein schlechtes Rennen absolviert habe… Am Sonntag dann verpasste Hannes Obreno nur knapp das Treppchen, denn im Finale strandete er auf dem undankbaren vierten Platz. Trotzdem ist dies ein Riesenerfolg, denn eine Medaille war für den 25 Jahre alten Ruderer vielleicht doch etwas zu hoch gegriffen.

Diskuswerfer Philip Milanow hat sich mit einer Weite von 62,68 m knapp für das Finale qualifizieren können. Im Finale jedoch schaffte der Diskuswerfer auch keine Meisterleistung und endete auf einem enttäuschenden 9. Rang. Sein weitester gültiger Wurf, sein erster Wurf im Finale, lag bei 62,22 m. Milanovs zweiter Wurf kam über 65 m, wurde aber nicht gewertet, weil der Athlet aus dem Gleichgewicht geraten war und mit dem Fuß aus dem Wurfkreis kam.

Golfspieler Thomas Pieters stand bis zum Samstag auf dem zweiten Gesamtrang. Sein Landsmann und Konkurrent Nicolas Colsaerts zeigte unterdessen einige Schwächen und fand sich auf Rang 14 wieder.

Laser-Radial-Seglerin Evi Van Acker, die zeitweise wohl durch das unsaubere Wasser an der Küste vor Rio Magenprobleme hatte, ist wieder nach vorne gerückt. Sie belegt derzeit Platz 6.

Die beiden 49er-Segler Yannick Lefebvre und Tom Pelsmaekers haben sich an ihrem ersten Regattatag in Rio auf den 19. Rang gekämpft.