Masterplan für früheres Ford-Werk in Genk

Das belgische Bundesland Flandern, die Stadt Genk in der Provinz Limburg und mehrere weitere Investoren aus der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand haben sich auf einen Masterplan für das ehemalige Gelände des Ford-Werks einigen können. Der Plan, der bis zu 2.500 neue Jobs schaffen soll, ist definitiv angezeichnet.

Das frühere Ford-Gelände in der ehemaligen Bergbaustadt Genk in Limburg ist 134 ha groß und 95 ha davon werden zu einem neuen Industrie- und Gewerbegebiet umfunktioniert. Beteiligt daran sind das belgische Bundesland Flandern bzw. die ParticipatieMatschappij Vlaanderen, die Stadt Genk, die limburgische Investierungsgesellschaft LRM, die beiden Investmentgesellschaften Group Machiels und Antwerpse Invest sowie der internationale Projektentwickler BCI und das heimische limburgische Transport- und Logistikunternehmen H.Essers.

Ford Genk schloss im Dezember 2014 sein Montagewerk, wobei rund 6.000 Mitarbeiter und Beschäftigte von Zulieferunternehmen ihre Arbeit verloren. Über ein Drittel der davon betroffenen Arbeitnehmer hat bis heute keinen neuen Job finden können. Dies soll sich mit dem Masterplan jetzt ändern. Jetzt wird nach Unternehmen gesucht, die sich hier niederlassen könnten. Dabei liegt der Fokus vor allem darauf, Firmen zu finden, die komplementär zu dem sind, was schon jetzt in der näheren Umgebung der ehemaligen Zechenstadt aktiv ist.

Zone A im Westen des Geländes wird eine Art Naherholungsgebiet mit grünen Elementen und Wasser und 5 ha Raum für Gemeinschaftsfunktionen im Bereich Freizeitgestaltung. Zone B im Norden ist 40 ha groß und soll Unternehmen aus den Bereichen Produktion und Logistik vorbehalten werden. Zone C liegt am Ufer des Albertkanals, bietet also Anschluss an die Binnenschifffahrt. Deshalb wird sich die NV De Scheepvaart engagieren, die flämische Landesagentur für Wasserwege.

"Brownfield"

Zuerst aber ist dort noch viel zu tun, bis sich hier Unternehmen ansiedeln können. Das Ford-Gelände war jahrzehntelang Produktionsstandort der Autoindustrie und ist dementsprechend Verunreinigt. Es gilt als ein so genanntes „Brownfield“ und gleich 30 Bereiche müssen teilweise oder vollständig bodensaniert werden.

Doch Flanderns Landesarbeitsminister Philippe Muyters (N-VA) ist zuversichtlich, wie die regionale Tageszeitung Het Belang Van Limburg am Dienstag meldet: „Im Laufe der Zeit muss dies 2.500 neue Arbeitsplätze bieten.“