Omnium: Jolien D’hoore bleibt auf Erfolgskurs

Bahnradfahrerin Jolien D’hoore (Foto) hat am ersten Wettkampftag im Omnium beste Resultate erzielt. Nach den ersten drei Disziplinen in der Nacht zum Dienstag belegt sie Rang 2. Inzwischen wurden die Segelregatten um einen Tag verschoben. Laser Radial-Seglerin Evi Van Acker und das belgische 49er-Team müssen auf mehr Wind warten.
BELGA

Jolien D'hoore

Bahnradfahrerin Jolien D’hoore fuhr im Scratch auf Rang 3, in der Verfolgung mit einer Zeit von 3'30"202 einen neuen belgischen Rekord und im Ausscheidungsfahren verlor sie lediglich den Schlusssprint gegen die führende Topfavoritin Laura Trott vom Team Britain. D’hoore hat mit derzeit 110 Punkten nur 8 Zähler Rückstand auf die Britin.

Nach dem Zeitfahren über 500 Meter am Dienstagnachmittag bleibt Jolien D’hoore auf dem 2. Gesamtplatz im Omnium. Sie wurde in einer Zeit von 35"326 Vierte im Rennen und baute nach Punkten ihren Vorsprung vor der Gesamtdritten, Sarah Hammer (USA) um drei Zähler aus. Damit war sie in dieser Omnium-Disziplin 4 Sekunden schneller, als bei den Spielen in Rio vor vier Jahren.

Geplatzte Regatten

Sowohl Laser Radial-Seglerin Evi Van Acker, als auch die beiden 49er-Segler Tom Pelsmaeckers und Yannick Lefevere mussten am Montag auf einige Starts verzichten, denn die Regatten wurden unterbrochen und um einen Tag verlegt. Zuerst herrschte Flaute und danach blies der Wind zu stark.

Enttäuschter Turner

Der junge belgische Turner Dennis Goosens ist im Finale an den Ringen Achter und Letzter geworden. Gossens gelang als allererstem belgischen Turner eine Finalteilnahme bei Olympischen Spielen. Und doch war er enttäuscht. Trotzdem ist seine Leistung als enorm zu bewerten und er konnte in Rio sicher viele Erfahrungen sammeln.

Aus im Hürdenlauf

Axelle Dauwens hat sich in Rio nicht für das Halbfinale im 400 m-Hürdenlauf qualifizieren können. Dauwens musste sich nach einer Regenpause in einer Halle aufwärmen und loste die Außenbahn aus. Beim Start legte sie schneller als üblich los, weil sie ihre Konkurrentinnen nicht sehen konnte. Dadurch verbrauchte sie in Führung liegend zu viel Energie und fiel zurück. Sie kam in ihrem Lauf als 7. ins Ziel und lief eine Zeit von nur 57“68, was weit über ihrem belgischen Landesrekord ist.

Kajakfahrer Peeters wird 11. im K1000

Kajakfahrer Artuur Peeters ist am Dienstagnachmittag 3. im B-Finale im K1000 geworden und beendet damit seine ersten Olympischen Spiele als Gesamtelfter. Im Halbfinale hatte Peeters knapp eine Qualifikation für das A-Finale verpasst. In seinem Lauf musste er lediglich den Silbermedaillengewinner von 2012, Adam van Koevoerden (Kanada) und den Ungarn Balint Kopasz vorlassen.

Langstreckenläuferin Carton schafft es nicht ins Finale

Die 22 Jahre alte Langstreckenläuferin Louise Carton hat sich nicht für das Finale der 5.000 m qualifizieren können. Sie kam als 11. in ihrem Lauf über die Ziellinie und erzielte mit 15'34"39. Dabei blieb sie nur knapp unter der Zeit, mit der sie sich für Rio qualifizieren konnte. Carton war nach ihrem Lauf zufrieden und sah ihre Leistung positiv: „Ich brauche noch mehr Inhalt und Rhythmus, aber ich bin supermotiviert, um daran in den kommenden Jahren noch zu arbeiten.“

Pieter-Jan Hannes im 1.500 m-Halbfinale

Pieter-Jan Hannes hat sich trotz einer schwierigen Saison mit Rückschlägen nach Verletzungen in Rio für das Halbfinale auf der 1.500 m-Distanz qualifiziert. Er lief mit einer Zeit von 3'38"89 zwar nicht direkt ins Halbfinale, wurde jedoch als zweitbester „Verlierer“ als 8. in seinem Lauf mitgenommen. Damit hat sich seine Olympia-Teilnahme schon jetzt mehr als gelohnt.

Auch Anne Zagré steht im Halbfinale

Die 26 Jahre alte Brüsselerin Anne Zagré hat sich am Dienstag in Rio für das Halbfinale des 100 m-Hürdenlaufs qualifizieren können. Sie kam in ihrem Lauf als Zweite über die Ziellinie an und war mit einer Zeit von 12“85 nur langsamer als die Amerikanerin Kristi Castlin. Zagré hält in dieser Distanz derzeit mit 12.71 den belgischen Landesrekord.