Polizei in Gent schießt Bewaffneten nieder

Die Polizei hat frühen am Montagabend in Gent einen bewaffneten Mann auf offener Straße niedergeschossen. Laut Aussage eines Augenzeugen lief der Mann mit gezogener in einer Seitenstraße in Richtung der Vlaanderenstraat im Zentrum der Stadt. Weitere Zeigen riefen sofort die Polizei, die rasch zur Stelle war.

Der bewaffnete Mann hatte um sich geschossen und seine Waffe auf Passanten gerichtet. Da er sich weigerte, seine Waffe niederzulegen, neutralisierte ihn die Polizei mit einem gezielten Schuss. Der Mann ist in Lebensgefahr und befindet sich noch in einem Krankenhaus.

Vorher hatten Polizisten die gesamte Umgebung abgesperrt. Einem Augenzeugen, der auf einer Terrasse gesessen hatte, war der Bewaffnete zuerst aufgefallen und auch andere Personen hatten ihn gesehen. Diese alarmierten sofort die Polizei.

Die Lokalpolizei von Gent schloss einen terroristischen Hintergrund beim Verhalten des Niedergeschossenen aus, wollte jedoch aus Ermittlungsgründen nicht mehr bekanntgeben. Sowohl die Spurensicherung, als auch ein Gerichtsmediziner untersuchten den Ort des Geschehens nach Indizien und weiteren Spuren ab. Inzwischen wurde deutlich, dass der Mann bei Polizei und Justiz kein Unbekannter ist.

Ein Anwohner stellte unserer VRT-Nachrichtenredaktion aus einem Hochhaus an der Vlaanderenstraat heraus aufgenommene Fotos zur Verfügung, die den Vorgang aus Entfernung zeigen. Und auch ein einem YouTube-Video entnommenes Foto erreichte unsere Redaktion (siehe unten).

Rekonstruktion des Vorfalls

Die Staatsanwaltschaft von Gent hat am Dienstagnachmittag die Schießerei vom späten Montagabend rekonstruiert. Dazu wurden mehrere Straßen in der Genter Innenstadt abgesperrt und einige Straßenbahnlinien mussten kurzzeitig unterbrochen worden. Inzwischen ist auch die Identität des Mannes, der sich noch immer in Lebensgefahr befindet bekannt. Es handelt sich bei ihm um einen 26 Jahre alten Griechen, der bereits strafrechtlich bekannt ist.