Brandwunden-Stiftung bietet Katastrophen-Kits an

Die belgische Brandwunden-Stiftung verteilt in den verschiedenen Feuerwehrkasernen unseres Landes spezielle Kits aus, die sich auf die Erstversorgung von Opfern nach Anschlägen konzentrieren. Die Idee, hier passende Hilfskombinationen zusammenzustellen, kam der Brandwunden-Stiftung nach den Anschlägen auf Zaventem und Brüssel am 22. März (Foto).

„Es handelt sich dabei um Material, mit dem heftige Blutungen kontrolliert werden können, wie Druckverbände oder Tourniquets (Aderpressen zum Abbinden (A.d.R.)), damit Feuerwehrleuten möglich wird, Opfer lebend aus Gefahrenzonen zu bringen“, sagte Jean-Pierre Arnould, der Geschäftsführer der Brandwunden-Stiftung dazu.

„Bei den Anschlägen vom 22. März 2016 wurden die Hilfsdienste mit Wunden konfrontiert, denen man eher in Kriegssituationen begegnen würde.“, heißt es dazu bei der Stiftung. Ziel der Verteilung solcher Kits ist, dass die ersten Notdienste bei Anschlägen das notwendige Material zur Ersthilfe mitnehmen können.

Dies, so die Stiftung weiter, solle vermeiden, dass es sinnlos zu weiteren Todesopfern kommt. Ein solcher Koffer soll einen Materialwert von etwa 200 € haben. Die Brandwunden-Stiftung stellt diese Kits selbst zusammen. Die Verteilung dieser Kits an die Feuerwehren im Land soll mit einem entsprechenden Lehrgang einhergehen, der mit dem Kompetenzzentrum des Bundesinnenministeriums abgesprochen werden soll.