Fahrschulreform: Dringend neue Fahrlehrer gesucht

Die Fahrschulen in Belgien stehen vor großen Problemen. Schon jetzt werden dringend bis zu 250 neue Fahrlehrer gesucht, denn der Sektor hat mit einer Vergreisung seiner Mitarbeiter zu kämpfen und sucht Nachwuchs. Hinzu kommt noch eine umfassende Führerscheinreform im belgischen Bundesland Flandern, die zusätzliche Fahrlehrer und auch Führerscheinprüfer erforderlich macht.

Federdrive, dass ist der Dachverband der anerkannten belgischen Fahrschulen und Schulungszentren, organisiert am Samstag, den 27. August, einen Tag der offenen Türe in den ihm angeschlossenen Einrichtungen. Ziel ist, potentielle Kandidaten für offene Stellen in diesem Sektor neugierig zu machen.

Laut Federdrive sucht der Sektor nicht unbedingt nach speziellen Profilen. Alter oder berufliche Vorgeschichte eines Kandidaten sind nicht so wichtig und deshalb ist ein Job hier auch für über 50-Jährige oder für Langzeitarbeitslose interessant. Da Bewerber eine Komplettausbildung erhalten, die von Null an beginnt, sind Vorbedingungen eher Nebensache.

Führerscheinreform in Flandern

Ab Juni 2017 tritt in Belgien eine Reform der Führerscheinsysteme an, die die Fahrausbildung und die Art und Weise der Führerscheinprüfung gründlich erneuert. „Weil die Fahrausbildung, zurecht, als einer der Pfeiler für die Verkehrssicherheit gilt und weil Flanderns Verkehrsminister Ben Weyts (N-VA) diese verbessern will, werden in Zukunft mehr und andere Fahrlehrer gesucht“, meldet Federdrive.

Der Fahrschulverband stellt fest, dass hier die Latte in Sachen Verkehrssicherheit bei Fahranfängern immer weiter nach oben gelegt wird. Doch das ist auch für die Fahrausbilder so. Die Ankündigung, dass Flandern das Führerscheingesetz verschärft, sorgt auch dafür, dass derzeit viele Kandidaten noch schnell ihren „Lappen“ nach den bisherigen Regelungen machen wollen.