Hitzewelle: Weniger Strom im Hochspannungsnetz

Durch die gerade auch in unseren Breitengraden herrschende Hitzewelle befördern die Elektrizitätsproduzenten gerade weniger Strom durch das Hochspannungsnetz. Und auch in anderen Bereichen versucht man sich gerade mit den heißen Sommertemperaturen zu arrangieren. Und dem Tourismussektor an der belgischen Küste drohen nach dem miesen Wetter der letzten Tage endlich mal wieder gute Umsätze….

Elia, der Betreiber des belgischen Hochspannungsnetzes, lässt in der gerade herrschenden Hitze weniger Elektrizität durch Kabel befördern. Bei großer Hitze hängen die Hochspannungskabel etwas mehr durch, als bei normalen Temperaturen.

Doch auch der Stromtransport selbst sorgt für heiße Kabel, wie Marleen Van Hecke von Elia dazu gegenüber der VRT erklärte:

„Also, wenn man eine Hochspannungslinie belastet, dann wärmt diese sich auf und hängt etwas durch. Das Phänomen bei einer Hitzewelle ist, dass auch die Umgebungstemperatur weiter steigt. Demnach sorgen wir bei Temperaturen von über 30°C vor und vermindern die Kapazität der Leitungen um einige Prozentpunkte, wodurch weniger Strom hindurch fließt. Das hat aber keinen Einfluss auf die Stromversorgung an sich. Das Kontrollzentrum von Elia hat die Hitze also völlig unter Kontrolle.“

Trinken, viel trinken!

Inzwischen warnen die Gesundheitsbehörden vor der Hitze und raten der Bevölkerung dazu, bei diesen Temperaturen viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das bedeutet aber nicht, so eine Ernährungsspezialistin, dass man Alkohol trinken sollte. Dies habe bei großer Hitze eher einen gegenteiligen Einfluss…

Besonders Altenheime und Kinderkrippen wird angeraten, darauf zu achten, dass die Bewohner oder die Kleinkinder ausreichend trinken. Die Kommunen sorgen sich an solchen Tagen auch in Belgien um das Wohl von alleinstehenden Senioren. Für all jene, die unter freiem Himmel arbeiten müssen, z.B. für die Bauarbeiter, ist zumeist vorgesorgt. Die meisten Unternehmen stellen ausreichend Wasser zur Verfügung.

AP2003

Den Sommer in vollen Zügen genießen…

So kurz vor dem Ende der Sommerferien in Belgien nutzen natürlich viele die Zeit, um an die Nordseeküste zu fahren. In diesen Tagen befördert die belgische Bahn rund 150.000 Tagestouristen ans Meer, teilweise mit Sonderzügen.

Da sich auch das Wochenende als sonnig und heiß ankündigt, gehen die Eisenbahner davon aus, wohl täglich bis zu 300.000 Ausflügler an die Küste und wieder nach Hause zu bringen.

Wer aber mit dem eigenen Wagen zur Küste fahren will, der sei auf lange Staus hingewiesen, denn zwischen Brüssel und der Küste wird auf den Autobahnen gearbeitet. Das bedeutet lange Warte- und Stauzeiten, wo wiederum ausreichen für Getränke im Auto gesorgt werden müsste.

Den Tourismussektor an der Küste freut das schöne und heiße Wetter, denn bei Getränken, Eis, Sonnencrème, Kopfbedeckungen und schattigen Plätzchen auf den Terrassen gilt in diesen Tagen eine hohe Nachfrage, die dabei hilft, die schlechten Umsätze der vergangenen miesen Wettertage zu kompensieren…

BELGA/DECONINCK