2016 wird Spitzenjahr für den belgischen Weinanbau

Die belgischen Weinbauern kündigen für diese Saison zwar weniger aber deutlich besseren Wein an. Die Weinproduzenten gehen von einem Rückgang der gekelterten Menge um 10 bis 15 % aus, doch in Sachen Qualität soll der belgische Wein dieses Jahr besser sein, als je zuvor. „So einen Wein haben sie selbst in Bordaux nicht“, sagte Weindozent Ghislain Houben von der Universität Hasselt (UHasselt).

An Anfang der Weinsaison habe es allerdings gar nicht so gut für die rund 100 hiesigen Weinbauern ausgesehen, die jährlich etwa 1 Mio. Liter produzieren, so Professor Houben gegenüber den flämischen Tageszeitungen De Morgen und Het Laaste Nieuws: „Das feuchte Frühjahr versprach in der Tat nichts Gutes. Dadurch konnten sich die Früchte nicht ausreichend entwickeln und wir hatten mit Schimmel und Verwachsungen zu tun.“

In einigen Regionen sorgten auch Frost und Hagel für zusätzliche Probleme, so der Weindozent aus Flämisch-Limburg. Das bedeutet, dass dieses Jahr etwa 10 bis 15 % weniger Wein in Belgien produziert werden kann, was in etwa 150.000 Flaschen entspricht.

Doch im Juli änderte sich das Wetter zugunsten der Weinbauern, so Houben weiter: „Vor allem der trockene und warme August machte viel wett. Wenn das schöne Wetter noch bis in den September hinein anhält, dann werden wir zweifellos ein Top-Jahr haben.“ Die Qualität des Weines aus Belgien werde deutlich besser als im Jahr 2015 sein. Und die Verbraucher müssten für den 2016er Jahrgang auch nicht tiefer in die Tasche greifen, so Weinprofessor Houben abschließend.