Supersoftware soll gegen Cyber-Terroristen ermitteln

Die belgischen Geheimdienste können bald über einen Computer verfügen, der im Internet nach terroristischen Bedrohungen suchen soll. Dieser Suchroboter soll das Internet bzw. die sozialen Netzwerke nach Hinweisen auf Terrorbedrohungen oder Radikalisierung absuchen. Der Ministerrat der belgischen Bundesregierung gab jetzt grünes Licht für den Einsatz eines solchen Gerätes.

Die Software des Programms dieses Computers soll nach Angaben des Ministerrates Daten sammeln, die aus öffentlich zugänglichen Quellen kommen, also aus so genannten „Opensource-Quellen“ - Webseiten, Facebook, Twitter usw. Die entsprechende Software soll rund 22 Mio. € kosten und in diesem Preis ist ein Kundendienstvertrag über 4 Jahre einbegriffen.

Für den Ankauf ist das belgische Verteidigungsministerium zuständig, doch die Kosten werden aus einem Topf gedeckt, aus dem Initiativen finanziert werden, die gleich mehrere Ministerien betreffen.

Insgesamt sollen drei Geheimdienste an diesen Computer angeschlossen sein, bzw. Zugriff auf die gesammelten Daten erhalten: Die Staatssicherheit, der militärische Nachrichtendienst ADIV und die Bundespolizei.

Jeder dieser Bereiche kann diese neue Software für ihre spezifischen Bedürfnisse nutzen. Und die Tatsache, dass die drei Behörden Zugriff auf ein und das selbe Programm haben, erhöht auch nach Ansicht des Ministerrates die Effizienz dieses Systems.