Nun offiziell: Es ist eine Hitzewelle

Zum ersten Mal steckt Belgien dieses Jahr in einer Hitzewelle. Hitzewelle nennen Meteorologen eine ungewöhnlich lange Phase aufeinander folgender ungewöhnlich heißer Tage. Das hat aber auch negative Folgen. Vergangene Nacht verursachten Sturmböen und Gewitter Schäden in der Provinz Limburg.

Das Königlich Meteorologische Institut (KMI) im Brüssel Nobelviertel Ukkel spricht von einer Hitzewelle, wenn an fünf aufeinanderfolgenden Tagen Höchsttemperaturen von mehr als 25 Grad gemessen werden. An drei Tagen muss es dann mindestens 30 ° heiß sein und das ist inzwischen der Fall.

In Buzenol, in der Gaume-Region, zeigte das Thermometer am Samstagnachmittag um 16:00 Uhr stolze 34,8 Grad an und in Bierzet bei Lüttich 33,8 Grad.

Allerdings soll sich schon ab Sonntagnachmittag eine allmähliche Abkühlung abzeichnen, weil dann auch die Bewölkung zunimmt und örtlich mit Gewitterschauern zu rechnen ist. Ab Montag sinken die Temperaturen, aber ab Dienstag wird es dann wieder freundlicher und werden die letzten Tage der Schulferien wieder wärmer und sonniger.

Nach der Hitzewelle, das Gewitter

Vergangene Nacht wurde vor allem die Provinz Limburg von heftigen Unwettern und Sturmböen heimgesucht.

In Tongeren stürzte ein Zelt des Tongpop-Festivals im Pliniuspark ein. Deshalb beschlossen die Sicherheitskräfte, das Festival abzubrechen und das Gelände zu räumen. Zwei Personen wurden leicht verletzt.

In Kinrooi stürzte ein entwurzelter Baum auf ein Auto, in dem drei Personen saßen. Nach der Befreiung durch die Feuerwehr stellte sich heraus, dass sie nur leicht verletzt waren. Die Notrufzentrale in der Provinzhauptstadt Hasselt erhielt im Laufe des Abends ungefähr 150 Anrufe.

Auch in Bilzen mussten zwei Jahrmarktzelte wegen Einsturzgefahr geräumt werden. In Maaseik verursachte das Gewitter Probleme während eines Dance-Festivals. Auch hier stellte sich heraus, dass ein Zelt den Windstößen nicht gewachsen war.