Tourismus in Belgien: Küste topp, Brüssel flopp

Die Folgen nach den Anschlägen auf Brüssel im März bleiben für den Tourismussektor in Belgien schwerwiegend. In den Städten, allen voran in Brüssel, gehen die Besucherzahlen zurück. Profitieren davon konnte in diesem Sommer lediglich die Küste. Hier erlebte das Hotel- und Gaststättengewerbe einige Spitzenzeiten.

Während der Besetzungsgrad der Hotelbetten in der belgischen Hauptstadt Brüssel im Juli um rund 20 % rückläufig war, sprechen die Gastronomen und Gaststättenbetreiber an der hiesigen Nordseeküste bereits vom „besten Sommer der vergangenen 10 Jahre“.

Die Zahlen für August liegen noch nicht vor, doch angesichts der heißen Tage in der vergangenen Woche, an denen alleine die Bahn teilweise mit Sonderzügen zehntausende Tagestouristen an die Küste beförderte, sprechen für sich.

In Brüssel hingegen hält der Negativtrend weiter an. Gegenüber Juli 2015 waren die Hotelbetten im ersten Halbjahr 2016 um 20 % weniger belegt. Davon, so ein Sprecher der Brussels Hotels Assotiation, werde man sich erst in einigen Monaten oder sogar erst in einigen Jahren erholen.

Ähnliche Befürchtungen haben die Chocolatiers aus der Hauptstadt. Diese leben quasi ausschließlich von den Touristen, während die Hotels immerhin noch Geschäftsleute beherbergen.