Caterpillar: 2200 Jobs gehen verloren

Der amerikanische Konzern Caterpillar, der weltgrößte Hersteller von Baumaschinen, kündigte am Freitagmorgen während einer außergewöhnlichen Unternehmensratssitzung die sofortige Schließung des Werks in der wallonischen Industriestadt Gosselies bei Charleroi an. 2200 Arbeitsplätze gehen aufgrund dieser Entscheidung verloren.

Caterpillar ist auch wegen der zahlreichen Zulieferer, einer der größten Arbeitgeber der Region. Vor drei Jahren waren dort im Rahmen einer Reorganisation bereits über 1400 Arbeitsplätze abgebaut worden. Der Konzern kündigte an, die Produktion werde nach Frankreich und China verlegt.

Gestern hatte Caterpillar Nord-Irland bereits die Schließung der dortigen Niederlassung angekündigt und deshalb hatten auch die belgischen Gewerkschaften für die am Freitagmorgen anberaumte außerordentliche Unternehmensratssitzung das schlimmste befürchtet. Diese Befürchtung hat sich inzwischen bewahrheitet.

Begründet wurde die Schließung mit den weltweiten Reorganisations- und Sparplänen des Konzerns. Die seien eine direkte Folge der deutlich schlechteren Auftragslage, erklärte ein Konzernsprecher.

„Nach der Ankündigung haben Dutzende Arbeitnehmer die Werkshallen verlassen und mit Planierraupen eine der Pforten barrikadiert“, berichtet VRT-Journalist Steven Dierickx, der vor Ort ist. „Sie sind niedergeschlagen und reagieren wütend auf das Management und die Medienvertreter. Als ein Kamerateam die Arbeiter filmen wollte, reagierten diese aggressiv. Inzwischen hat sich die Lage aber wieder beruhigt.“

Caterpillar hat auch eine Vertriebszentrale im flämischen Grimbergen. Die ist von der Reorganisation nicht betroffen.