Weiterer IS-Verdächtiger in Belgien verhaftet

Laut einer inzwischen von der Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel bestätigten Meldung des US-Nachrichtensenders CNN ist in Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris im November 2015 ein weiterer Verdächtiger bekannt geworden. Dabei handelt es sich um einen Marokkaner, der bereits vor einiger Zeit stillschweigend von der Polizei in Belgien festgenommen werden konnte.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den Marokkaner Abid Tabaoui. Dieser kam über Griechenland als Flüchtling nach Westeuropa und fiel in Österreich auf, als er gefälschte Ausweispapiere vorlegte. Doch einer Verhaftung dort konnte er sich laut CNN entziehen, um einige Zeit später über einen internationalen Haftbefehl gesucht in Brüssel festgenommen werden zu können.

Der Mann ist längst an Österreich ausgeliefert worden, wie die Staatsanwaltschaft in Brüssel dazu erklärte. CNN konnte Tabaoui und anderen journalistisch auf die Spur kommen, nach dem die Redaktion nach eigenen Angaben tausende Seiten aus Dokumenten europäischer Sicherheitsdienste konsultieren konnte.

Daraus wurde auch deutlich, dass die islamistische Terrororganisation IS wesentlich heftiger in Paris zuschlagen wollte und dass sie auch Ziele in anderen EU-Ländern im Visier hatte, wie zum Beispiel in den Niederlanden. Da jedoch einige der als Selbstmordterroristen vorgesehenen jungen Männer nicht rechtzeitig an ihren Zielen waren (weil sie in Österreich oder schon in Griechenland in Haft waren, so CNN), blieben weitere Attentate zunächst aus.

Im gleichen Zusammenhang sitzen auch einige weitere Verdächtige, die Kontakt mit Abid Tabaoui hatten, in Frankreich in einer Zelle.